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Bürger betrachten Personalmangel als größtes Problem der Krankenhäuser

Dienstag, 5. Mai 2020

/celiafoto, stock.adobe.com

Hamburg – Die Bürger in Deutschland halten den Personalmangel für das drängendste Problem der Krankenhäuser in Deutschland. Das geht aus einer Umfrage mit 1.000 Be­frag­ten des Instituts Toluno im Auftrag der Asklepios Kliniken hervor.

Danach betrachten neun von zehn Bundesbürgern Personalmangel bei Ärzten als die größte Herausforderung für Kliniken, Personalknappheit beim Pflegepersonal nennen 95 Prozent der Befragten. Mehr als 60 Prozent haben schon mitbekommen, dass Klinikabtei­lungen aufgrund von Personalmangel schließen mussten, und elf Prozent haben es selbst oder im engeren Umfeld erlebt.

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Mehr als zehn Prozent geben an, schon einmal von einer Klinik aufgrund von Personal­mangel abgewiesen worden zu sein oder kennen jemanden, dem das passiert ist. „Die Bevölkerung hat die Bedeutung des Personalmangels für die deutschen Krankenhäuser klar erkannt“, bewertet Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken, die Umfrageergebnisse.

Wenn es darum geht, was Kliniken tun können, um dem Mangel an Ärzten entgegenzu­wir­ken, nennen die Befragten bessere Arbeitszeiten (64 Prozent), weniger Zeitdruck (61 Prozent), bessere Bezahlung (55 Prozent) und bessere Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf (53 Prozent). 45 Prozent nennen „Junge Ärzte einstellen, die im Ausland studiert haben“. 82 Prozent der Befragten plädieren für mehr Medizinstudienplätze.

Für die Pflege fordern 66 Prozent der Befragten, Kostenträger und Entscheider sollten die Ausbildung von Pflegekräften unterstützen beziehungsweise bezuschussen. 62 Prozent wollen, dass mehr Geld in die stationäre Versorgung investiert wird, 60 Prozent wün­schen sich, dass das Pflegepersonal von weniger qualifizierten Tätigkeiten entlastet wird und 58 Prozent wollen Bürokratie abbauen. Mehr als jeder Dritte wünscht Unterstützung bei der Anwerbung ausländischer Pflegekräfte.

Insgesamt sind die Befragten sehr aufgeschlossen gegenüber Ärzten und Pflegekräften aus dem Ausland: 88 Prozent fordern, dass deutsche Behörden bei identischer Ausbildung schnell eine Arbeitserlaubnis erteilen sollten, genauso viele befürworten das Engage­ment von Kliniken, Pflegekräfte für eine Pflegeausbildung nach Deutschland zu holen. Auch befürworten 84 Prozent das Engagement von Kliniken, im Ausland Pflegepersonal auszubilden. © hil/aerzteblatt.de

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