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Ambulanz: Coronakrise verstärkt Gewalt gegen Kinder

Dienstag, 5. Mai 2020

/WavebreakmediaMicro, stockadobecom

Heidelberg – Die Heidelberger Gewaltambulanz verzeichnet während der Coronakrise deutlich mehr Kindesmisshandlungen als sonst. „Wir gehen von einer vorübergehenden Verdreifachung der Fälle aus“, sagte die Leiterin Kathrin Yen heute, ohne absolute Zahlen zu nennen.

Sie fügte hinzu: „Aus rechtsmedizinischer Sicht ist eine baldige Öffnung der Kitas wün­schens­wert.“ Morgen beschäftigt sich die Bund-Länder-Runde mit Lockerungen für Kitas, die derzeit nur Notbetreuung anbieten.

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Yen betonte, es sei sinnvoll, wenn die Kinder sich wieder in einem größeren Umfeld be­wegten, in dem Erzieherinnen, Lehrkräfte, Verwandte oder Nachbarn Verletzungen wahr­nehmen könnten. Dieser Vorteil müsse mit virologischen Aspekten abgewogen werden.

Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte dringt auf die Öffnung der Kitas. Sie gehörten zum lebensnotwendigen Alarmsystem für die Kinder. Es brauche Beweise, dass Kinder als Überträger des Virus eine Gefahr für andere Menschen seien.

Ansonsten sei der elementare Eingriff in die Entwicklung der Kinder und ihre psychische Gesundheit nicht mehr länger hinnehmbar, sagte Verbandspräsident Wolfgang Kölfen. © dpa/aerzteblatt.de

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