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SARS-CoV-2: 115 Impfstoffprojekte, erste klinische Studien laufen

Mittwoch, 6. Mai 2020

115 Forschungsgruppen auf der ganzen Welt arbeiten an Impfstoffen gegen das Coronavirus, von denen sich fast ein Dutzend in einem frühen Stadium der Erprobung am Menschen befinden oder kurz vor dem Start stehen. /picture alliance, Oxford University, AP

Berlin – Die Impfstoffentwicklung gegen COVID-19 wächst weiter rasant an. Weltweit gibt es nach Angaben des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa) 115 Impf­stoffprojekte zum Schutz gegen das Coronavirus SARS-CoV-2.

„Obwohl der Erreger vor Jahresbeginn noch praktisch unbekannt war, hatten bis 1. Febru­ar bereits sechs Unternehmen Impfstoffprojekte gemeldet. Am 9. März waren es schon 16 und jetzt sind es 115“, teilte vfa-Sprecher Rolf Hömke gestern mit. „Sieben davon werden maßgeblich in Deutschland vorangetrieben, fünf werden aus Deutschland heraus unter­stützt.“

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Es werde an Impfstoffen von verschiedenen Arten gearbeitet, sagte Hömke. Bei einigen handele es sich um Totimpfstoffe, wie sie beispielsweise auch gegen Tetanus und Hepa­titis-B eingesetzt werden. Zudem werde an Impfstoffen mit Virusbestandteilen geforscht sowie an Lebendimpfun­gen. Letztere Impfungen enthielten harmlose Vektorviren.

Außerdem seien genbasierte Impfstoffe, mit Genen aus dem Virus, in Arbeit. „Die Metho­de ist neu, und es gibt bisher noch keinen zugelassen Impfstoff dieser Art gegen irgend­eine Krankheit“, sagte Hömke.

Weltweit werden zehn der 115 Impfstoffkandidaten bereits in klinischen Studien mit Freiwilligen erprobt. Eine davon findet in Deutschland statt. Im Juni sollen erste Daten der Tests an rund 200 gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren vorliegen.

Erste Unternehmen und Forschungsinstitute haben laut vfa bereits angekündigt, ihre Produktionskapazitäten für einen COVID-19-Impfstoff auszuweiten. Mehrere von ihnen wollen dem Verband zufolge ihre Impfstoffe sogar während der Erprobung mit Freiwilli­gen schon großtechnisch produzieren. Sie gehen damit das Risiko ein, produzierte Ware entsorgen zu müssen, falls die Studienergebnisse negativ ausfallen sollten. © dpa/aerzteblatt.de

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