NewsAuslandWeiter keine Resolution im UN-Sicherheitsrat zur Coronakrise
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Weiter keine Resolution im UN-Sicherheitsrat zur Coronakrise

Mittwoch, 6. Mai 2020

UN-Sicherheitsrat in New York /picture alliance, Bebeto Matthews, AP

New York – Während die Welt über die Wiedereröffnung von Gesellschaften in der Coro­na­pandemie diskutiert, ringt der UN-Sicherheitsrat weiter um eine gemeinsame Haltung. Die 15 Mitglieder des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen konnten sich nach An­gaben aus Diplomatenkreisen bislang nicht auf eine Resolution einigen, die den Ruf von Ge­neralsekretär António Guterres aus dem März nach einer weltweiten Waffenruhe unterstützt.

Hinter verschlossenen Türen wird die Blockade angesichts der weltweiten Krise als Schan­de und potenzielle diplomatische Katastrophe gesehen. Hintergrund ist ein Streit zwischen den USA und China über die Rolle der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in dem Beschluss.

Anzeige

Die Vereinigten Staaten wollen die WHO, der Präsident Donald Trump Hörigkeit gegen­über China vorwirft, in dem von Frankreich und Tunesien ausgearbeiteten Text nicht er­wähnt sehen. Bei einer informellen Sitzung des Sicherheitsrates deutete China mehreren Diplomaten zufolge aber an, gegen eine Resolution ohne namentliche Nennung der WHO womöglich ein Veto einzulegen.

Angesichts der Blockade stehen Frankreich und Tunesien vor der Entscheidung, es auf eine Abstimmung mit dem Risiko eines Vetos ankommen zu lassen oder zu hoffen, dass weitere Verhandlungen den Durchbruch bringen. Die Spaltung des Gremiums schadet seiner Glaubwürdigkeit zunehmend. Deutschlands UN-Botschafter Christoph Heusgen hatte Anfang April bereits die „ohrenbetäubende Stille“ des Rates in der Coronakrise kritisiert. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

3. Juni 2020
Berlin – In einer überarbeiteten Fassung seiner Studie zur Infektiosität von Kindern in der Coronakrise hält das Forscherteam um den Berliner Virologen Christian Drosten an seiner grundlegenden
SARS-CoV-2: Drosten bleibt bei Aussagen zur Ansteckungsgefahr durch Kinder
3. Juni 2020
Langen – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat eine weitere klinische Prüfung mit COVID-19-Rekonvaleszentenplasma genehmigt. Die erste Genehmigung für eine derartige Studie hatte das Institut Anfang
COVID-19: Zweite Studie zur Therapie mit Rekonvaleszentenplasma in Deutschland kann starten
3. Juni 2020
Düsseldorf – Mit 30 Millionen neuen Masken und zehn Millionen neuen Schutzkitteln sieht sich das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) für die weitere Entwicklung der Coronapandemie gut vorbereitet. „Wir
Nordrhein-Westfalen schafft Millionen Schutzmasken und Kittel an
3. Juni 2020
Dresden – Besuche in sächsischen Pflegeheimen sollen von diesem Samstag (6. Juni) an unter Auflagen wieder möglich sein. Das hat das Kabinett heute beschlossen. Zudem sind dann Feiern bis zu 50
Sachsen öffnet Pflegeheime für Besuch
3. Juni 2020
Erfurt – Auf dem Weg zu mehr Lockerungen von Anti-Corona-Maßnahmen löst Thüringen wie angekündigt seinen zentralen Krisenstab unter Leitung des Innenministeriums auf. Die Koordinierung der Maßnahmen
Thüringens Ge­sund­heits­mi­nis­terium übernimmt Krisensteuerung
3. Juni 2020
Berlin – Die vier Justizminister der Grünen in den Bundesländern bestehen darauf, den Einsatz der geplanten Corona-Warn-App per Gesetz zu regeln. So müsse sichergestellt werden, dass die App lediglich
Grüne Justizminister beharren auf Gesetz für Corona-Warn-App
3. Juni 2020
Berlin – In Berlin gibt es wieder mehr neue Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Gestern wurden 6.873 bestätigte Fälle registriert, das sind 35 mehr als am Vortag und 23 mehr als am Tag davor,
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER