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Politik

Heilmittelverord­nungen: Petitionsausschuss für längere Gültigkeit

Mittwoch, 6. Mai 2020

/wutzkoh, stockadobecom

Berlin – Der Petitionsausschuss des Bundestags unterstützt die Forderung nach einer län­geren Gültigkeitsdauer von Heilmittelverordnungen. Der Petent hatte in seiner Einga­be die aktuellen Fristen, die meist zwischen 14 und 28 Tagen liegen, als zu kurz kritisiert und eine Frist von drei Monaten verlangt.

Die Heilmittelverordnungen verfielen sonst zu häufig, weil Therapeuten oder Patienten verreist oder krank seien, heißt es in der Petiti­on. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat im Augenblick in einer Richtlinie festge­legt, dass die Heilmittelbehandlung spä­testens innerhalb von 14 Kalendertagen nach Ausstellen der Verordnung beginnen soll, damit die Behandlung zeitnah erfolgt.

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Für die Podologie und Ernährungstherapie gilt eine Frist von 28 Tagen. Außerdem hat der Arzt die Möglichkeit, einen späteren Behandlungstermin auf der Verordnung kenntlich zu machen, wenn aus medizinischer Sicht ein sofortiger Behandlungstermin nicht erforder­lich ist. Der behandelnde Arzt kann dazu jedoch nicht verpflichtet werden.

Das Bundesministerium für Gesundheit sieht bei der augenblicklichen Regelung kein Prob­lem: Diese sei sachgerecht und eine längere Gültigkeit der Verordnung nicht erfor­der­lich. Im Übrigen bestehen nach Auffassung des Ministeriums ausreichende Möglich­keiten, um die Gültigkeit der Verordnung bei einem späteren Behandlungsbeginn oder einer längeren Unterbrechung etwa bei Krankheit oder Urlaub aufrechtzuerhalten.

Trotz dieser Einschätzung sieht der Petitionsausschuss Handlungsbedarf und plädiert dafür, dem BMG die Petition „als Material“ zu überweisen. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #105897
derzeh
am Donnerstag, 7. Mai 2020, 09:31

Podologen

Wie immer werden gern die Podologen dabei vergessen.
Einfache Situation:
Der Patient hat am 01.04.einen Termin beim Podologen. Die HMV ist am dem Tag abgearbeitet. Podologen haben einen Zeitraum von 4-6 Wochen zwischen 2 Behandlungen. Jetzt bekommt der Patient einen in 5 bis 6 Wochen. Er hat den Auftrag zum nächsten Termin eine neue HMV zu besorgen. Das macht er gleich am nächsten Tag. Da hat er eh einen Arzttermin, dann muss er nicht nochmal hin und dann vergisst er es auch nicht.
Fazit, zum Behandlungstermin ist die HMV ungültig. Was tun? Pat. wegschicken? Den Arzt belästigen?
Schlimmer noch in den Heimen, da kann man zwar einem Mitarbeiter sagen, dass sie die HMV nicht zu bald holen dürfen. Machen Sie aber nicht, wenn man am Vormittag da war ruft die Spätschicht schon mal beim Arzt an.
Selber holen verbietet das SGBV
Gültigkeit muss verlängert werden auf mind. 6 Wochen. Eben den therapeutischen Zeitraum.
LNS
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