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Rhön-Klinikum hält an Jahresprognose fest

Donnerstag, 7. Mai 2020

/dpa

Berlin – Die Coronapandemie wird für den Rest des Jahres das beherrschende Thema für den Gesundheitssektor bleiben. Davon hat sich die Rhön-Klinkum AG heute bei Bekannt­gabe der Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres überzeugt gezeigt.

Auch wenn man wirtschaftlich solide aufgestellt sei, werde man die Auswirkungen der Pandemie auf das Ergebnis im Geschäftsjahr 2020 spüren, teilte Rhön mit. Die im COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz verabschiedeten Regelungen reichten nicht aus, um die „deutlichen Einschnitte auszugleichen“.

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Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Kern­ge­schäft und die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber „noch nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit möglich“. Dies liege vor allem da­ran, dass derzeit noch unklar sei, in welchem Maße die jeweiligen Bundesländer Leistun­gen für die Klinikbetreiber erbringen würden.

„Vor diesem Hintergrund stellen wir unsere Planungen unter den Vorbehalt etwaiger Aus­wirkungen der COVID-19-Pandemie. Unser Ausblick steht ferner unter dem Vorbehalt et­waiger regulatorischer Eingriffe mit Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur im Jahr 2020“, schreibt die Rhön-Klinikum AG.

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 geht Rhön unverändert von einem Umsatz in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in einer Bandbreite von jeweils 5 Prozent nach oben bezieh­ungs­weise nach unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechne man weiterhin mit einem Wert zwischen 72,5 Millionen Euro und 82,5 Millionen Euro.

Erstes Quartal 2020 von Sondereffekten geprägt

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 hat Rhön den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent auf 332,6 Millionen Euro gesteigert. Das EBITDA lag mit 13,9 Millionen Euro deutlich unter Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung von Abschreibungen und Finanzierungskosten gibt Rhön das Gesamtergebnis für das erste Quratel mit einen Minus von 4,4 Millionen Euro an. Im Vorjahreszeitraum war es ein Gewinn von 8,9 Millionen Euro gewesen.

Die Zahlen des ersten Quartals 2020 sind Rhön zufolge durch einmalige Sondereffekte, wie bisherige Aufwendungen in Höhe von 5,4 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Asklepios-Übernahmeangebot, der ab dem Geschäftsjahr 2020 geltenden Pflegeregulie­rung und den bisher überwiegend negativen finanziellen Effekten der COVID-19-Pande­mie nur bedingt mit dem Vorjahreszeitraum vergleichbar. Im Vorjahreszeitraum seien zudem einmalige positive Effekte aus der Einigung über die Vergütung der Hochschul­ambulanzen in Höhe von 6,2 Millionen Euro im Zahlenwerk enthalten.

Die Zahlen kommen für Rhön nach eigenen Angaben nicht überraschend. Man habe einen spürbaren Ergebnisrückgang im ersten Quartal durch die exzessive Pflegeregulierung – wie viele in der Branche – erwartet, hieß es. Hinzu kämen hohe Belastungen für Bera­tungs­aufwendungen aus dem Asklepios-Übernahmeangebot und die bisher gerade für uns als Betreiber zweier großer Universitätsklinika derzeit unzureichenden Kompensa­tionen aus der COVID-19-Pandemie.

Die Zahl der Patienten lag im ersten Quartal bei 211.788. Das ist ein Rückgang um 3,3 Pro­zent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedingt durch rückläufige medizinische Elek­tiv­leistungen aufgrund der COVID-19-Pandemie. „Dass uns die Versorgung aller Pa­tienten in dieser Ausnahmesituation bislang gut gelun­gen ist, verdanken wir dem be­merkenswerten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter“, sagte Stephan Holzin­ger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum. © may/EB/aerzteblatt.de

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