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Politik

Aiwangers Coronaschnelltests verzögern sich wegen Lieferengpässen

Donnerstag, 7. Mai 2020

Hubert Aiwanger (Freie Wähler) /picture alliance, Sven Simon

München − Die von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für An­fang Mai angekündigten Coronaschnelltests verzögern sich noch um einige Wochen. „Auf­grund von internationalen Lieferengpässen bei bestimmten Reagenzien und Vorproduk­ten müssen aktuell noch alternative Lieferanten qualifiziert werden“, sagte ein Sprecher seines Hauses in München.

Dies stelle für derartig regulierte diagnostische Produkte einen sehr aufwendigen Prozess dar, so dass voraussichtlich in einigen Wochen mit der Fertigstellung gerechnet werden könne. Der „Ultraschnelltest“, der auf einer in Martinsried von der Firma „GNA Biosolu­tions“ entwickelten Technologie basiere, befinde sich aber derzeit schon im Endstadium der Entwicklung. Die Produktion der Geräte und der Probenträger solle, wie in den Pla­nungen vorgesehen, noch im Mai anlaufen.

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Ende März hatte Aiwanger neue Schnelltests für das Coronavirus angekündigt. Er habe entsprechende Rückmeldungen erhalten, dass bis Anfang Mai Schnelltest in „großer Zahl“ und „in wenigen Minuten“ Verfügbar seien. Bisher dauern die Tests mehrere Stunden.

Hinsichtlich der Testgeschwindigkeit soll Aiwangers Versprechen weiter zu halten sein. „Die reine Gerätelaufzeit, in der acht Patientenproben gleichzeitig untersucht werden, beträgt nur circa 15 Minuten, wobei positive Proben oft schon nach wenigen Minuten ein Signal erzeugen“, sagte der Sprecher. Inklusive Vor- und Nachbereitung müsse mit rund 30 Minuten für einen Test von jeweils acht Patientenproben gerechnet werden.

Das Wirtschaftsministerium geht davon aus, dass eine Produktion der Testsysteme in ho­hen Stückzahlen möglich sei. „Gleichzeitig stellt die Verfügbarkeit von notwendigen Rea­genzien und Vorprodukten einen möglichen Engpass dar, da weltweit an neuen Tests für Coronainfektionen gearbeitet wird“, hieß es jedoch.

Man sei aber „zuversichtlich“, dass die Probleme bald gelöst würden und − ergänzt durch weitere Testverfahren − künftig ausreichend Testkapazitäten für die Bevölkerung zur Verfügung stünden. © dpa/aerzteblatt.de

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