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Politik

Chronikerprogramm zu COPD sollte aktualisiert werden

Donnerstag, 7. Mai 2020

/Wasim Alnahlawi, stock.adobe.com

Köln – Aktualisierungsbedarf am Disease-Management-Programme (DMP) zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sieht das Institut für Qualität und Wirtschaft­lich­keit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Im Auftrag des Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) recherchiert das Institut regelmä­ßig, ob die DMP noch aktuell sind. Die IQWiG-Wissenschaftler stellen dazu die aktuellen evidenzbasierten Leitlinien zusammen und fassen deren Empfehlungen zusammen: Im vorliegenden Fall waren es 15 internationale Leitlinien, aus denen sich 470 Empfehlun­gen ergaben.

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Da die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) COPD zurzeit überarbeitet wird und etwa Mitte 2020 in neuer Version veröffentlicht werden soll, ist sie noch nicht berücksichtigt. Andere deutsche Leitlinien zur COPD erfüllen nicht die Einschlusskriterien für die Leitli­nien­recherche des IQWiG.

Aus zwei Kernaussagen der Recherche ergibt sich laut den IQWiG-Wissenschaftlern ein konkreter Aktualisierungsbedarf: So wird empfohlen, die intermittierende Sauerstoff­the­rapie grundsätzlich nicht bei Patienten nach körperlicher Anstrengung einzusetzen. Beim Monitoring liefert die Kernaussage konkrete Vorschläge für die Verlaufskontrollen bei Patienten.

17 weitere Kernaussagen zeigen laut dem IQWiG einen sogenannten potenziellen Aktu­alisierungsbedarf. In den internationalen Leitlinien werden zum Beispiel wichtige Betreu­ungsaufgaben an mobile und multidisziplinäre Teams der Primärversorgung adressiert.

So empfiehlt eine britische Leitlinie ein „Hospital-at-Home-Schema“ als Versorgungsform für schwer kranke COPD-Patienten während oder kurz nach einer akuten Verschlechte­rung des Gesundheitszustands.

Ein ambulantes multidisziplinäres Versorgungsteam aus einem Krankenhaus sollte solche Personen mit COPD in ihrer häuslichen Umgebung versorgen. „Zu überprüfen ist dem­nach, ob und wie sich solche Versorgungsansätze auch in Deutschland für bestimmte Pa­tientengruppen etablieren lassen“, so die IQWiG-Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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