NewsPolitikUnklarheiten wegen Kostenübernahme bei Tests in Heimen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Unklarheiten wegen Kostenübernahme bei Tests in Heimen

Samstag, 9. Mai 2020

picture-alliance
Hamburg – Bei den Kosten für Coronatests in Pflegeheimen gibt es offenbar Unklarheiten wegen der Kostenübernahme. " „Die Ärzte haben keine Zeit, bei jedem Heimbewohner aufwendig zu recherchieren, wer für die Tests aufkommen könnte", sagte Frank Bergmann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, dem Magazin "Spiegel".

Die Rechtslage ist kompliziert: Die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung zahlt bislang nur bei Verdachtsfällen oder Krankheitssymptomen für die Tests. Die Gesundheitsämter kommen für Tests bei der Rückverfolgung von Infektionsketten auf. Einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen sehen zusätzlich vor, dass neue Bewohner vor dem Einzug ins Heim negative Corona-Tests vorlegen müssen – die Kosten müssen sie im Zweifel selbst tragen.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will es mit einem neuen Gesetz ermöglichen, alle Heimbewohner auf Kassenkosten zu testen – eine Neuregelung, die frühestens im Juni in Kraft tritt. Zu spät, finden Mediziner und fordern eine Nachbesserung. „Wir brauchen schon heute eine schnelle Klarstellung, dass die Kosten rückwirkend übernommen werden", sagt Bergmann. „Die Menschen, die in Pflegeheimen leben, tragen das größte Risiko, an einer COVID-19-Erkrankung zu sterben."

Anzeige

Die gesetzlichen Kassen sehen die Vergütung von Tests für Patienten ohne Symptome jedoch laut Spiegel nicht als ihre Aufgabe an. Pro Untersuchung müssten sie 60 Euro zahlen. Die "Gefahrenabwehr gegen gemeingefährliche und übertragbare Krankheiten" sei aus Steuermitteln zu bezahlen, heißt es in einem Schreiben der Spitzenverbände von Kassen und Ärzten an den Gesundheitsausschuss des Bundestags. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #760591
53Cicero
am Sonntag, 10. Mai 2020, 19:42

Nicht peinlich! Beschämend

Dem kann ich nur zustimmen, da werden Milliarden € für die Wirtschaft, Fluggesellschaften und Automobilindustrie verbrannt plus die Dividende und diese wirklichen Peanuts Beträge werden bis zum Erbrechen diskutiert.
Und dann noch für die, die diese Land erst mal so reich gemacht haben!!!!
Schämen ist da angesagt
🤮🤮
Avatar #816333
Narkoleptiker1
am Samstag, 9. Mai 2020, 21:29

es ist so peinlich

was bei solchen Themen passiert. Angeblich sollen diese Menschen geschützt werden und nun streitet man sich über EUR 59,00.

Armes Deutschland.
LNSLNS
LNSLNS LNSLNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER