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Hantavirus: Erkrankungen stark zurückgegangen

Montag, 11. Mai 2020

Hantavirus unter dem Elektronenmikroskop/ dpa

Stuttgart – Die Zahl der Erkrankungen durch das Hantavirus ist in Baden-Württemberg in diesem Jahr gesun­ken – nach einer deutlichen Zunahme im vergangenen Jahr. Seit Be­ginn dieses Jahres wurden 21 Hantaviruserkrankungen gemeldet, wie das Landesgesund­heitsamt mitteilte.

Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres seien es noch 168 Fälle gewesen. Als Grund für den Rückgang nannte die Behörde die schlechten Nahrungsbedingungen für Rötelmäuse. Sie sind Überträger des Virus.

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Da der Fruchtertrag bei Buchen und Eichen im Land zuletzt sehr gering gewesen sei, fän­den Rötelmäuse weniger Nahrung. Es sei daher im gesamten Jahr mit deutlich weniger Hantavirusfällen zu rechnen. Im vergangenen Jahr hatte es landesweit 833 Erkrankungen gegeben. Die Mäuse übertragen das Virus durch Ausscheidungen.

Infektionen mit dem Hantavirus rufen laut dem Landesgesundheitsamt meist Erkran­kun­gen mit grippeähnlichen Symptomen hervor - hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen; zudem Übelkeit oder Erbrechen. Auch die Nieren können beeinträchtigt werden, bis hin zu akutem Nierenversagen. Nur die Symptome können behandelt werden, eine Impfung gibt es nicht.

Die meisten Erkrankungen traten in Baden-Württemberg entlang der Schwäbischen Alb auf. Teile Oberschwabens, das Rheintal und der Südschwarzwald waren seltener oder kaum betroffen. © dpa/aerzteblatt.de

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