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Ausland

Südkorea versucht neue Infektionswelle zu verhindern

Montag, 11. Mai 2020

Der Ausgeh-Bezirk Itaewon in Koreas Hauptstadt Seoul steht wieder unter Quarantäne. /picture alliance, YONHAPNEWS AGENCY

Seoul – Nach der alarmierenden Häufung von Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 unter Bar- und Diskotheken-Besuchern in der Millionenmetropole Seoul versuchen die südkoreani­schen Behörden mit Hochdruck, eine erneute Infektionswelle im Land zu verhindern.

Heute teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention mit, dass am Vortag 35 Neuinfektionen erfasst worden seien. Das war der höchste Tagesanstieg seit vier Wochen. Die Gesamtzahl kletterte auf 10.909. Die meisten Neuansteckungen wurden in Verbin­dung mit einem Ausbruch in Clubs im beliebten Ausgehviertel Itaewon in der Hauptstadt in Verbindung gebracht.

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Die oberste Priorität sei nun, eine Verbreitung von Infektionen in der größeren Umge­bung von Seoul gering zu halten, sagte Premierminister Chung Sye Kyun. Bis zum Nach­mittag wurden den Angaben zufolge 86 Infektionsfälle mit nächtlichen Clubbesuchern in Itaewon oder Kontaktpersonen in Verbindung gebracht.

Die Stadt wolle 5.517 Menschen ausfindig machen, die zwischen dem 27. April und dem 8. Mai verschiedene Clubs in Itaewon besucht hätten, sagte eine Sprecherin des Büros von Bürgermeister Park Won Soon.

Bisher seien mehr als 3.000 Personen auf SARS-CoV-2 getestet worden, die entweder selbst die Clubs besucht hätten oder mit ihnen Kontakt gehabt hätten. Um die übrigen Personen auf der Liste zu finden, prüfen die Behörden Kreditkartentransaktionen, Smart­phonedaten und werten Videos von Überwachungskameras aus.

Ausgangspunkt für die Aktion war der positive Test bei einem jungen Mann, der bereits infiziert war, als er in der Nacht zum 2. Mai mindestens fünf Nachtclubs und Bars in Itae­won besucht hatte.

Die Behörden schätzen, dass zu diesem Zeitpunkt mehr als 1.500 Menschen die betroffe­nen Einrichtungen besuchten. Die Stadt hatte am Wochenende sämtliche Clubs und Dis­kotheken in Seoul vorläufig schließen lassen. © dpa/aerzteblatt.de

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