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Provisorische Klinik in Rio de Janeiro nimmt Betrieb auf

Montag, 11. Mai 2020

/picture alliance, AA

Rio de Janeiro – In Rio de Janeiro ist das provisorische Krankenhaus im Maracanã-Stadion eröffnet worden. Das gab die Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro vorgestern be­kannt. Zuvor hatte es den Ansatz eines Brandes wegen eines Kurzschlusses gegeben, wie ein Sprecher des Gesundheitssekretariats bestätigte.

Die Feuerwehr hätte diesen schnell kontrolliert. Es sei kein Schaden entstanden. Die Kli­nik wurde in 38 Tagen aufgebaut, 170 Betten wurden zunächst in Betrieb genommen.
Damit sollen die Kapazitäten im Gesundheitswesen erhöht werden. Anders als etwa im Pacaembu-Stadion in São Paulo stehen die Betten und medizini­schen Geräte nicht auf dem Spielfeld, sondern im Leichtathletik-Stadion nebenan.

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Die Traditionsclubs Flamengo und Fluminense, die das Maracanã derzeit verwalten, hatten ihre Zustimmung zu dessen Nutzung gegeben. Der Rasen sollte für eine mögliche Rückkehr des Fußballs jedoch geschont werden. Die Clubs, die an der Regionalmeister­schaft von Rio teilnehmen, hatten am vergangenen Donnerstag einen Brief geschrieben, in dem sie aus wirtschaftlichen Gründen eine Wiederaufnahme des Fußballs so bald wie möglich forderten.

Hunderte Familien, die vom Fußball abhängen, würden schon leiden, heißt es darin. Flu­minense und Botafogo unterschrieben den Brief nicht. „Wir stehen kurz vor dem Höhe­punkt der Pandemie, das öffentliche System steht kurz vor dem Kollaps. Der Fußball kann warten“, sagte Botafogos Präsident Nelson Mufarrej dem Portal Globoesporte.

Zuletzt wurden in Brasilien mehrmals hintereinander über 600 Coronatote an einem Tag registriert, insgesamt sind mehr als 10.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 148.670 Patienten haben sich im ganzen Land infiziert. © dpa/aerzteblatt.de

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