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Ausland

Unicef benötigt deutlich mehr Mittel für Kampf gegen SARS-CoV-2

Mittwoch, 13. Mai 2020

/picture alliance, NurPhoto

New York – Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef fordert erheblich mehr Mittel für den Kampf gegen COVID-19. Vorgestern erhöhte es seinen im März veröffent­lich­ten Nothilfeaufruf von 651 Millionen auf 1,6 Milliarden US-Dollar, um die „verheeren­den sozioökonomischen Konsequenzen der Krankheit“ für Kinder und Familien eindämm­en zu können.

Zu Beginn des fünften Monats der Pandemie seien die Kosten für Hilfsgüter, Transporte und die Umsetzung von Hilfsmaßnahmen dramatisch gestiegen, erklärte die Organisation in New York. Bisher habe Unicef von der Staatengemeinschaft erst 215 Millionen US-Dollar erhalten. „Die Pandemie ist eine Gesundheitskrise aus der immer mehr eine Krise der Kinderrechte wird“, sagte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore.

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Der Zugang zu Gesundheitsversorgung und routinemäßigen Impfungen ist laut Unicef für Hunderte Millionen Kinder beeinträchtigt. Dies könne zu einem signifikanten Anstieg der Kindersterblichkeit führen. Gleichzeitig erhöhten Ausgangsbeschränkungen, Schulschlie­ßungen und daraus folgende Isolation die ohnehin hohen Belastungen für die ärmsten und benachteiligten Kinder.

Nach Einschätzung von Unicef leben rund 77 Prozent der Kinder und Jugendlichen welt­weit – dies sind 1,8 Milliarden Mädchen und Jungen – in einem der 132 Länder, in denen aufgrund von Covid-19 Ausgangsbeschränkungen verhängt wurden.

Unter diesen Bedingungen sowie aufgrund des wirtschaftlichen Abschwung wüchsen auch die Risiken von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung für Kinder. „Viele vertrie­bene, geflüchtete und migrierte sowie zurückgeführte Kinder haben nur eingeschränkten Zugang zu Hilfe und Schutz. Sie sind auch zunehmend mit Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung konfrontiert.“ © kna/aerzteblatt.de

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