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Ärztinnenbund und Verbände sorgen sich um Fortschritte bei der Gleichstellung

Dienstag, 12. Mai 2020

/Chinnapong, stock.adobe.com

Berlin – Der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) und 16 weitere Frauenverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, engagierter für Verbesserungen bei der Gleichberech­ti­gung einzutreten. Die Coronakrise legt nach Ansicht der Verbände nicht nur die beste­henden Defizite in der Gleichstellungspolitik offen.

Vielmehr werde die Krise auch für viele Verzögerungen als Erklärung genutzt, um Maß­nahmen nicht mehr in dieser Legislaturperiode abzuschließen, warnen die Verbände. Sie haben sich seit 2011 zu einem Bündnis zusammengeschlossen, ihre Forderungen in einer sogenannten Berliner Erklärung formuliert und seither Fort- oder Rückschritte bei der Gleichstellung evaluiert.

„Im deutschen Gesundheitswesen arbeiten zu 75 Prozent Frauen. Es ist zu befürchten, dass die Coronakrise für sie nicht nur eine vorübergehende Zusatzbelastung mit Fami­li­en­aufgaben bedeutet“, sagte die Präsidentin des DÄB, Christiane Groß. Sie warnte, ohne entschiedenes Gegensteuern könnte die Coronapandemie grundsätzliche Rück­schritte bei der Gleichstellung mit sich bringen.

Die Verbände erinnern an den Koalitionsvertrag von Union und SPD. Dort heißt es: „Wir wollen noch vorhandene strukturelle Hemmnisse abbauen und werden dazu eine res­sort­übergreifende Gleichstellungsstrategie entwickeln und mit einem Aktionsplan umsetzen.“

Außerdem soll eine Einrichtung gegründet werden, die sich wissenschaftlich fundiert mit Fragen der gerechten Partizipation von Frauen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Ge­sund­heitswesen, Medien und Wissenschaft befasst.

„Bis zum Ende der Legislaturperiode im September 2021 stehen noch wichtige Teile die­ser vereinbarten Maßnahmen auf der Agenda. Allerdings bleibt nicht mehr viel Zeit, sie umzusetzen“, so die Verbände. © hil/aerzteblatt.de

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