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Biontech erwartet bis Juli erste Testdaten zu COVID-19-Impfstoff

Dienstag, 12. Mai 2020

/dpa

Mainz – Das Mainzer Biopharmaunternehmen Biontech erwartet für Ende Juni oder Juli erste klinische Daten zu klinischen Tests eines möglichen Impfstoffs gegen die Lungen­erkrankung COVID-19. Bei den Tests in Europa und den USA gehe es darum, Sicherheit, Wirksamkeit und optimale Dosierung von vier verschiedenen Impfstoffkandidaten zu er­mitteln, sagte Vorstandschef Ugur Sahin heute in einer Telefonkonferenz.

In Europa sind Tests mit insgesamt vier Impfstoffkandidaten an etwa 200 gesunden Pro­banden im Alter von 18 bis 55 Jahren geplant. Tests mit dem ersten Kandidaten hätten bereits im April begonnen, sagte Sahin. Um die optimale Dosis für weitere Studien zu finden, würden Dosen von 1 bis 100 Mikrogramm verabreicht.

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Für einen zweiten Teil der Studie seien auch Probanden mit einem höheren Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung vorgesehen. In den USA sind zu­nächst Tests an bis zu 360 gesunden Probanden in zwei Altersgruppen geplant – von 18 bis 55 sowie von 65 bis 85 Jahren.

Zusammen mit dem US-Pharmaunternehmen Pfizer würden Produktionskapazitäten auf­gebaut, „um eine mögliche weltweite Impfstoffversorgung“ zu gewährleisten, sagte Sa­hin. Damit werde erwartet, dass bis Ende dieses Jahres Millionen von Impfstoffdosen zur Verfügung gestellt werden könnten, sofern die Zulassungsbehörden die Genehmigung erteilten.

Biontech stellte heute die Finanzdaten für das erste Quartal vor. Demnach verfügt das Unternehmen zum Stichtag Ende März über liquide Mittel von 451,6 Millionen Euro. Den Umsatz sei im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 27,7 Millionen Euro gestiegen.

Der Großteil der Entwicklungskosten für das COVID-19-Impfstoff-Programm werde über Beteiligungen von Pfizer und des chinesischen Partners Fosun Pharma, Kapitalbeteiligun­gen und Vorauszahlungen finanziert. © dpa/aerzteblatt.de

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