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Ärzteschaft

PKV: Ärzte erhalten Extravergütungen in der Coronakrise

Mittwoch, 13. Mai 2020

/dpa

Berlin – Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und der Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) haben Vereinbarungen über eine „Hygienepauschale“ sowie über den erweiterten Einsatz von Telemedizin bei psychotherapeutischen Leistungen getroffen. Das hat der PKV-Verband mitgeteilt. Die BÄK hat alle Details in einer Bekanntmachung veröffentlicht.

Bis zum 31. Juli 2020 können Ärzte demnach in der ambulanten Versorgung für jeden unmittelbaren Arzt-Patienten-Kontakt einen Betrag in Höhe von 14,75 Euro für erhöhten Hygieneaufwand abrechnen.

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In der Psychotherapie werden die Möglichkeiten zum Einsatz von Telemedizin in der Coronakrise erweitert. Ausnahmsweise kann auf den sonst erforderlichen unmittelbaren persönlichen Kontakt mit dem Patienten verzichtet werden, damit der Patient nicht unversorgt bleibt.

Im Interesse von Patienten, die in der aktuellen Krisensituation den Arzt nicht aufsuchen können und bei denen auch keine Videosprechstunde möglich ist, kann laut PKV eine längere telefonische Beratung sinnvoll sein, um die Versorgung zu sichern. Dazu gibt es ebenfalls eine Abrechnungsempfehlung der BÄK.

Die Leistungen der niedergelassenen Ärzte seien auch in der Coronapandemie ein unver­zichtbarer Beitrag zur Tragfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems insgesamt, sagte der Vorsitzende des PKV-Verbandes Ralf Kantak.

Der Schutz der Krankenhäuser und des gesamten Gesundheitssystems vor einer Überlas­tung beginne in jeder Arzt- und Facharzt­praxis. Die Praxen seien mit allen erforderlichen Hygiene- und Distanzmaßnahmen da­rauf vorbereitet, ihre Patienten sicher zu betreuen.

Kantak rief die Versicherten dazu auf, nicht aus Sorge vor Ansteckungen ihre Arztbesuche aufzuschieben oder abzusagen. Patienten mit chronischen Erkrankungen benötig­ten die regelmäßige ärztliche Betreuung. Ebenso sollten wichtige Vorsorgeuntersuchungen nicht lange aufgeschoben werden. © may/EB/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #547804
Narkosemann
am Donnerstag, 14. Mai 2020, 16:15

Ab wann gilt diese Regelung?

gilt diese Rwgelung auch schon vor dem Mai 1020?
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Donnerstag, 14. Mai 2020, 00:04

HYGIENEPAUSCHALE SEIT 07.05.2020

DIE HYGIENEPAUSCHALE IST BEREITS DA! SEIT 07.05.2020 GILT:

"Der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer hat am 07.05.2020 (Wahlperiode 2019/2023) die nachfolgenden Abrechnungsempfehlungen beschlossen:

(1) Gemeinsame Analogabrechnungsempfehlung von BÄK, PKV-Verband und den Trägern der Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach beamtenrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Länder für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie:

Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie, je Sitzung

analog Nr. 245 GOÄ, erhöhte Hygienemaßnahmen, zum 2,3fachen Satz

Die Abrechnungsempfehlung gilt zunächst befristet bis zum 31.07.2020 und ist nur bei unmittelbarem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt anwendbar. Bei Berechnung der Analoggebühr nach Nr. 245 GOÄ kann ein erhöhter Hygieneaufwand nicht zeitgleich durch ein Überschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes für die in der Sitzung erbrachten ärztlichen Leistungen berechnet werden.

(3) Abrechnungsempfehlung der BÄK zur mehrfachen Berechnung der Nr. 3 GOÄ für längere telefonische Beratungen:

Infolge der COVID-19-Pandemie ist zunächst befristet bis zum 31.07.2020 die mehrfache Berechnung der Nr. 3 GOÄ für längere telefonische Beratungen, je vollendete 10 Minuten, möglich. Voraussetzung ist, dass das Aufsuchen des Arztes pandemiebedingt nicht möglich bzw. zumutbar ist, eine Videoübertragung nicht durchgeführt und die Patientenversorgung auf andere Weise nicht gewährleistet werden kann..." https://www.aerzteblatt.de/archiv/214089/Amtliche-Gebuehrenordnung-fuer-Aerzte

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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