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Vermischtes

Jenoptik schreibt rote Zahlen

Mittwoch, 13. Mai 2020

/picture alliance, Sebastian Kahnert

Jena – Der Jenoptik-Vorstand ist zuversichtlich, dass der Thüringer Technologiekonzern die Folgen der Coronakrise trotz roter Zahlen im ersten Quartal gut übersteht. Ein Plus beim Auftragseingang zu Jahresbeginn von 3,6 Prozent auf 211,7 Millionen Euro und eine gesunde Bilanz seien dafür die Basis, erklärte Vorstandschef Stefan Traeger heute in Jena.

Er bekräftigte das Umsatzziel von 800 Millionen Euro in diesem Jahr und die Erwartung auf ein positives Ergebnis. Nach einem schwierigen zweiten Quartal werde ein stärkeres zweites Halbjahr erwartet. Allerdings hatte das TecDax-Unternehmen 2019 noch einen Umsatz von 855 Millionen Euro erwirtschaftet.

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In den ersten drei Monaten machte Jenoptik vor allem der Produktionsstillstand in vielen Autowerken wegen der Coronapandemie zu schaffen. Das Jenaer Unternehmen liefert für die Autoproduktion Laser und Anlagen. Das Unternehmen mit rund 4.100 Beschäftigten rutschte ins Minus. Der Verlust nach Steuern betrug 0,4 Millionen Euro nach einem Gewinn von 10,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis (Ebit) ging um rund 81 Prozent auf 2,5 Millionen Euro zurück.

Wie vorab mitgeteilt, sank der Umsatz um 7,8 Prozent auf 164,4 Millionen Euro. Das im Januar 2020 erworbene spanische Unternehmen Interob habe dazu 1,8 Millionen Euro beigesteuert. Der Auslandsanteil am Umsatz lag trotz der Probleme vor allem in China und dann auch in Europa etwa auf dem Vorjahresniveau von fast 75 Prozent.

Kaum negative Auswirkungen habe die Coronapandemie auf andere Jenoptik-Geschäfts­bereiche gehabt. Traeger: „Große Teile unseres Geschäfts haben sich im ersten Quartal solide entwickelt. Erfreulich ist, dass wir auch im für uns wichtigen Bereich der Halblei­terausrüstung weiterhin eine stabile Nachfrage verzeichnen.“ Das gelte auch für den Militärtechnikbereich. Als solide bewertete der Vorstand die finanzielle Situation des Unternehmens, das über 160 Millionen Euro an Barmitteln verfüge. © dpa/aerzteblatt.de

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