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Politik

Grüne: Krankenkassen sollen Rauchentwöhnung bezahlen

Mittwoch, 13. Mai 2020

/picture alliance, imageBROKER

Berlin − Wer mit dem Rauchen aufhört, soll nach dem Willen der Grünen dafür notwen­dige Therapien und Medikamente von der Krankenkasse bezahlt bekommen − auch we­gen der Coronakrise. Einen Änderungsantrag dazu wollen die Grünen in dieser Woche im Bundestag einbringen.

„Raucherinnen und Raucher gehören zur Risikogruppe für schwere Krankheitsverläufe“, sagte die drogenpolitische Sprecherin der Fraktion, Kirsten Kappert-Gonther. „Die thera­peutische und medikamentöse Begleitung der Rauchentwöhnung sollten in den Leis­tungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen aufgenommen werden.“

Bisher werde die medikamentöse Rauchentwöhnung nicht übernommen, weil der soge­nannte Lifestyle-Paragraf im Sozialgesetzbuch das verhindere, sagte Kappert-Gonther. „Wer wegen Corona mit dem Rauchen aufhören möchte, muss Unterstützung bekommen.“

In ihrem Antrag schreiben die Grünen: „Mit dem Rauchen aufzuhören ist sehr schwer.“ Ni­kotinsucht sei eine Krankheit. Arzneimittel zur Rauchentwöhnung sollten daher aus dem Paragrafen gestrichen werden, der auch die Kostenübernahme etwa von Haarwuchs- oder Potenzmitteln ausschließt. © dpa/aerzteblatt.de

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