NewsAuslandTodeszahlen in Großbritannien wohl höher als angenommen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Todeszahlen in Großbritannien wohl höher als angenommen

Mittwoch, 13. Mai 2020

/picture alliance, Andrew Milligan, PA Wire

London – In Großbritannien ist nach Zählungen des Nationalen Statistikamts (ONS) die Zahl der an den Folgen von SARS-CoV-2 gestorbenen Menschen womöglich höher als bislang an­genommen. Bis Anfang Mai registrierte die Behörde mehr als 36.000 mutmaß­lich auf das Coronavirus zurückzuführende Todesfälle. Die gestern veröffentlichten Zah­len gehen deut­lich über die der Gesundheitsbehörden hinaus.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden starben bis gestern 32.692 Menschen in Kran­ken­häusern und Altersheimen durch SARS-CoV-2. Demnach wurden 627 neue Todesfälle innerhalb eines Tages registriert. Das ONS verzeichnete hingegen in den sechs Wochen zwischen dem 21. März und dem 1. Mai 36.473 Todesfälle und zählte alle Toten, bei de­nen COVID-19 als vermutete Ursache auf dem Totenschein vermerkt war.

Anzeige

Zudem kämpft Großbritannien trotz eines Rückgangs der täglichen Todeszahlen weiterhin mit einer hohen Sterberate in Altersheimen. „Unglücklicherweise erleben die Pflegehei­me den langsamsten Rückgang“, sagte der ONS-Statistiker Nick Stripe dem Sender BBC. Allein in England gab es der ONS zufolge bis zum 8. Mai mehr als 8.000 Todesfälle in Alters- und Pflegeheimen.

Das Nationale Statistikamt versuchte auch, die durch die Pandemie verursachte über­höh­te Sterblichkeit zu beziffern. Insgesamt verzeichnete es über sechs Wochen der Epidemie 50.000 Todesfälle mehr im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Groß­britannien hat nach den USA weltweit die meisten Coronatodesfälle zu beklagen. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

2. Juni 2020
Berlin – Die Zahl der COVID-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung ist über die vergangenen Wochen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Laut DIVI-Intensivregister wurden Stand heute 689
Weniger Coronapatienten auf deutschen Intensivstationen
2. Juni 2020
Berlin – Die Bundesregierung soll in bei ihrem geplanten Konjunkturprogramm auch gezielt Krankenhäuser unterstützen. „Kein anderer Bereich hat seine Bedeutung für unser Land so unter Beweis gestellt,
Krankenhäuser wollen Anteil am Konjunkturprogramm
2. Juni 2020
Berlin – In der Coronapandemie haben China, Vietnam und Taiwan Deutschland unentgeltlich mit Schutzausrüstung unterstützt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der
China, Vietnam und Taiwan haben Deutschland mit Schutzausrüstung unterstützt
2. Juni 2020
Berlin – Wer eine Krankschreibung wegen einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege benotigt, muss dafür ab jetzt wieder zum Arzt. Die Sonderregelung für telefonische Krankschreibungen wegen der
Krankschreibungen per Telefon ab jetzt nicht mehr möglich
2. Juni 2020
Berlin – Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Gründung eines speziellen wissenschaftlichen Gremiums zur Beratung der Bundesregierung beim weiteren Vorgehen in der Coronakrise
Grüne wollen Gründung von „Pandemierat“
2. Juni 2020
Osnabrück – Die von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) geplante Ausweitung der Tests auf SARS-CoV-2 würden in diesem Jahr bis zu 7,6 Milliarden Euro kosten. Das geht aus einer Stellungnahme
SARS-CoV-2-Tests: Krankenkassen rechnen mit Milliardenkosten
2. Juni 2020
Berlin – Nach einer Demonstration auf dem Wasser mit Hunderten Booten trotz Coronabeschränkungen hat Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci scharfe Kritik geäußert. „Ich bin entsetzt über die
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER