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Politik

Maas will Reisewarnung schrittweise aufheben

Mittwoch, 13. Mai 2020

/picture alliance, Thomas Koehler, photothek.de

Berlin − Bundesaußenminister Heiko Maas will die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Coronapandemie schrittweise aufheben und mit europäischen Ländern be­ginnen. Einen Zeitpunkt dafür nannte er heute aber nicht. „Für Europa wird es sicher frü­her möglich sein, die Reisewarnung aufzuheben als für andere Reiseziele − vorausgesetzt, dass sich der jetzige positive Trend in vielen Ländern verstetigt“, erklärte Maas.

Der Außenminister deutete an, dass die Reisewarnung möglicherweise nicht für den ge­samten europäischen Schengenraum − in dem es normalerweise keinerlei Grenzkon­troll­en gibt − gleichzeitig aufgehoben wird.

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„Ziel muss es sein, das Vorgehen in Europa so gut wie möglich abzustimmen, auch wenn sich die Lage von Land zu Land noch unterscheidet. Wir müssen nicht alle im selben Takt vorangehen, aber eben auch nicht im Wettlauf − und so, dass wir einander nicht auf die Füße treten“, sagte der SPD-Politiker. Zum Schengen-Raum gehören 26 europäische Län­der.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte heute eine Lockerung der Grenzkon­troll­en zu den Nachbarländern angekündigt. Auch er sagte in einer Presse­konferenz zu der Reisewarnung, „dass man das sehr differenziert betrachten muss“. „Da sind viele Staaten vor uns in der Betroffenheit“, sagte er und verwies auf die hohe Zahl der Coronainfektio­nen in den USA.

Maas will in den nächsten Tagen Amtskollegen zu einem „Nachbarschaftsdialog“ ein­la­den. Dabei soll darüber gesprochen werden, wie der Reiseverkehr in Europa wieder er­möglicht werden kann. „Reisefreiheit gehört zum Fundament des europäischen Projekts. In Coronazeiten muss Europa aber noch mehr gewährleisten: die Freiheit, sicher zu rei­sen“, betonte Maas.

In den anstehenden Gesprächen soll es auch darum gehen, wie Touristen bei einer Verän­derung der Lage wieder problemlos nach Hause zurückkehren können. Das Auswärtige Amt hatte nach dem Ausbruch der Coronapandemie eine beispiellose Rückholaktion or­ganisiert, bei der 240.000 im Ausland gestrandete deutsche Urlauber nach Hause ge­flogen wurden. © dpa/aerzteblatt.de

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