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Ausland

Coronavirus: China verhängt erneut Beschränkungen für Großstadt

Mittwoch, 13. Mai 2020

/picture alliance, newscom

Peking – Im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 riegelt China erneut eine Millio­nenmetropole in Teilen ab. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua heute berich­tete, wurden nach einem lokalen Ausbruch Zug- und Busverbindungen aus der nordost­chinesischen Stadt Jilin gestoppt.

Auch dürfen nur noch Menschen die Stadt verlassen, die negativ auf das Virus getestet wurden. Auslöser für die strikten Maßnahmen waren etwa zwei Dutzend neue Infektio­nen, die in den vergangenen Tagen in der Stadt Jilin und der gleichnamigen Provinz nach­gewiesen wurden. Die Behörden sprachen von einer „sehr ernsten“ Lage.

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Mit neuen Erkrankungen kämpft auch die Millionenmetropole Wuhan, das einstige Epi­zentrum des Coronaausbruchs. Die zentralchinesische Stadt will Medienberichten zufolge sämtliche ihrer elf Millionen Einwohner in Rekordzeit einem Coronavirustest unterziehen.

Demnach entschieden sich die Behörden zu der Maßnahme, nachdem Anfang der Woche in einem Wuhaner Wohngebiet nach einer längeren Phase ohne Erkrankungen in der Stadt sechs neue Infektionen festgestellt wurden. Wie das Wirtschaftsmagazin Caixin berichtete, sollen die Menschen in Wuhan innerhalb von zehn Tagen getestet werden.

Bis Ende April hatte Wuhan, wo die Infektionswelle Ende vergangenen Jahres begonnen hatte, laut dem Bericht rund eine Million Menschen getestet. Die chinesische Website The Paper berichtete, dass die Bezirke der Stadt einen Plan ausarbeiten sollen, wie der Massentest durchgeführt werden kann.

Nirgendwo in China wurden so viele Infektionen und Todesfälle gemeldet wie in Wuhan, dessen Krankenhäuser Ende Januar und im Februar völlig überfordert waren. Wuhan war die weltweit erste Stadt, die wegen des Virus über Wochen komplett abgeschottet war.

Von den mehr als 80.000 offiziell gemeldeten Infektionen in China gab es 50.000 allein in der Metropole. Ähnlich waren von den landesweit mehr als 3.300 aufgeführten Toten durch die Lungenkrankheit COVID-19 mehr als 2.500 in Wuhan zu beklagen.

Es wurde aber davon ausgegangen, dass bei weitem nicht alle Fälle in der offiziellen Statistik mitgezählt wurden. China hat das Virus den eigenen Angaben zufolge weit­ge­hend unter Kontrolle, kämpft jedoch mit lokalen Ausbruchsherden. © dpa/aerzteblatt.de

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