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Politik

Zahlreiche Gesundheitsämter in Coronakrise unterbesetzt

Donnerstag, 14. Mai 2020

/dpa

Hamburg − Viele Gesundheitsämter haben in der Coronakrise zu wenige Mitarbeiter, um die Kontakte Infizierter ausreichend nachzuverfolgen. Das ergab eine heute veröffentlich­te Umfrage von NDR und WDR von dieser Woche.

Demnach gaben 119 aller gut 380 befragten Ämter in Deutschland an, nicht über die von Bund und Ländern geforderten fünf Mitarbeiter pro 20.000 Einwohner zu verfügen.

Allerdings antwortete nicht einmal die Hälfte der befragten Behörden auf die Anfrage. In Bayern habe kein einziges Gesundheitsamt reagiert, teilten die Sender mit. Von der baye­rischen Landesregierung war eine entsprechende Aufforderung ergangen, da die Umfra­gen nicht mit ihr abgestimmt seien.

178 schriftliche Antworten wurden ausgewertet. In 25 Fällen erklärten die Gesundheits­ämter demnach, generell überlastet zu sein und darum ihren Aufgaben nicht vollständig nachkommen zu können.

Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter sollen in ihrem Stadt- oder Landkreis unter ande­rem enge Kontaktpersonen von Coronainfizierten kontaktieren und in häusliche Quaran­täne schicken.

Der Umfrage zufolge testen nur 21 Behörden nachweislich alle diese Kontakt­personen auch auf das Virus, das entspricht 12 Prozent der Kreise, aus denen dem NDR und dem WDR Antworten vorliegen. © afp/aerzteblatt.de

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