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Empfehlungen für frühe Rehabilitation von Patienten mit COVID-19

Freitag, 15. Mai 2020

Robert Kneschke, stock.adobe.com

Dresden – Die Deutsche Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitative Medizin (DGPRM) hat Praxisempfehlungen für die frühe Rehabilitation bei Patienten mit COVID-19 vorgestellt.

„Aus den Erfahrungen aus der fachübergreifenden Frührehabilitation in der Behandlung von Patienten mit möglicherweise vergleichbaren Atemwegserkrankungen in Verbindung mit aktuell verfügbaren Quellen und Erfahrungen sollen therapeutisch-konzeptuelle Hinweise für die Behandlung von Patienten mit COVID-19 abgeleitet werden“, erläutern die Autoren ihren methodischen Ansatz im Journal Physikalische Medizin, Rehabilita­tions­­medizin (doi 10.1055/a-1162-4919).

Derzeit sei die wissenschaftliche Evidenz bezüglich der Wirkungen und Wirksamkeit der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin bei Patienten mit COVID-19 noch gering. Diese Empfehlungen seien daher als Best Practice aufzufassen, basierend auf der Erfah­rung der Frührehabilitation nach anderen pulmonalen Infektionskrankheiten.

Die Empfehlungen betreffen die Bereiche „Logistische Vorbereitung inklusive Mitarbeiter­umgang und -schulungen, Infektiosität und persönliche Schutzausrüstung, Umgebungs­an­pass­ung, interprofessionelles Arbeiten und Co-Therapie, Atemtherapie, Mobilisierung, aktivierende Pflege und Tätigkeiten des täglichen Lebens, Trainingsintensität und psy­chosoziales Management.

Die Publikation ist checklistenartig konzipiert und bezieht auch mögliche Fehlerquellen ein. Im Abschnitt „Logistische Vorbereitung“ heißt es daher unter anderem:

  • Rückkehrer/innen an den Arbeitsplatz müssen fortlaufend nachgeschult werden, Cave Schichtdienst.
  • Alle Schulungen werden mit Unterschrift quittiert.
  • Verpflichtende tägliche Information über das Intranet der Klinik, gegebenenfalls Schulung zur Anwendung dieser Informationen, insbesondere bei nicht Muttersprachlern.

„Mit zunehmender Erfahrung und wissenschaftlicher Evidenz sind kontinuierliche Aktua­lisierungen dieses Papiers notwendig“, erklären die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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