NewsAuslandSave the Children: Kliniken im Süden Jemens schließen in Coronakrise
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Save the Children: Kliniken im Süden Jemens schließen in Coronakrise

Freitag, 15. Mai 2020

/picture alliance, AA

Aden − Die Hilfsorganisation Save the Children warnt vor einer dramatischen Entwick­lung der Gesundheitssituation in der südjemenitischen Hafenstadt Aden. Mehrere Kran­kenhäuser in der Stadt hätten geschlossen, medizinisches Personal weigere sich aufgrund fehlender Schutzausrüstung weiter zu arbeiten, teilte die Hilfsorganisation gestern mit.

In der vergangenen Woche seien mindestens 385 Menschen in der Stadt gestorben, die an typischen Symptomen von COVID-19 gelitten hätten. Im gesamten Jemen sind nach Zahlen der Johns Hopkins Universität bislang nur zwölf Tote durch das Coronavirus SARS-CoV-2 und insgesamt nur 85 Infizierte gemeldet.

Anzeige

Die Todeszahlen erhöhten nach Ansicht der Hilfsorganisation die Befürchtungen, dass die Verbreitung des Virus in dem Bürgerkriegsland deutlich höher sei als offiziell bestätigt.

Auch der UN-Sondergesandte der Vereinten Nationen, Martin Griffiths, sprach gestern von einer besorgniserregenden Situation. „Aden ist ein Beispiel für den Horror, der den Jemen erwartet“, sagte Griffiths in einer Unterrichtung des UN-Sicherheitsrates. Die Todeszahlen stiegen täglich. „Aber niemand weiß warum, weil das Gesundheitssystem so schlecht aus­gestattet ist, um Menschen zu diagnostizieren und zu behandeln.“

Im Jemen tobt seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg. Die Huthi-Rebellen haben große Teile des Nordjemens inklusive der Hauptstadt Sanaa eingenommen. Die Regierung ist in die südliche Hafenstadt Aden geflohen. Schon vor Ausbruch des Krieges galt das Land als Armenhaus der Arabischen Halbinsel. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

25. Mai 2020
Berlin – In Deutschland wird erneut kontrovers über das Maß der Lockerungen in der Coronakrise debattiert. Hintergrund sind Vorhaben aus Thüringen und Sachsen, die Einschränkungen weitgehend
Coronakrise: Kontroverse Debatte um Regeln in Deutschland
25. Mai 2020
Berlin – Die Verzögerungen bei der Einführung der Corona-Warn-App stoßen zunehmend auf Kritik. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) kritisierte die Entwicklung in der Welt am Sonntag angesichts
Kritik an verspäteter Corona-Warn-App wird schärfer
25. Mai 2020
Berlin – Die Bundesregierung will als Lehre aus der Coronapandemie die europäische Eigenständigkeit stärken. Das haben am Wochenende Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und
Europäische Eigenständigkeit als Lehre aus der Coronapandemie
25. Mai 2020
Nürnberg – Angehörige sozialer Berufe wie Erzieherinnen, Krankenpfleger und wohl auch Lehrer sollen sich in Bayern bald regelmäßigen Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 unterziehen können. Das
Söder will SARS-CoV-2-Tests für Sozialberufe
25. Mai 2020
Moormerland − Der niedersächsische Landkreis Leer sucht nach den positiven Tests auf SARS-CoV-2 infolge eines Restaurantbesuchs in Ostfriesland weiter nach den Gründen für die Infektionen. Es
Suche nach Gründen für SARS-CoV-2-Infektionen nach Restaurantbesuch
25. Mai 2020
Frankfurt/Hanau/Wiesbaden – Im Umfeld einer freien baptistischen Gemeinde in Frankfurt am Main haben sich mindestens 107 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Das teilte der hessische
SARS-CoV-2: Mindestens 107 Infektionen nach Gottesdienst
25. Mai 2020
Hannover – Der Marburger Bund Niedersachsen (MB) hat Pläne der niedersächsischen SPD und CDU für eine Zwangsrekrutierung von medizinischem Personal für die Pandemiebekämpfung scharf kritisiert.
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER