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Politik

Sonneberg und Greiz: Ministerium mahnt Schutzkonzepte nachzubessern

Freitag, 15. Mai 2020

Thüringens Ge­sund­heits­mi­nis­terin Heike Werner (Linke). /picture alliance, Martin Schutt, dpa-Zentralbild

Erfurt/Sonneberg/Greiz − Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Thüringen hat Kritik an den neu­en Schutzkonzepten der besonders vom Coronavirus SARS-CoV-2 betroffenen Land­kreise Sonneberg und Greiz geäußert.

Im Falle von Greiz werde das Land daher für einen befristeten Zeitraum weitergehende Maßnahmen ergreifen, als die vom Kreis vorgeschlagenen, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. „Die Öffnung der gastronomischen Betriebe im Landkreis ist für die kom­menden zwei Wochen zunächst nur auf die Außenbereiche zu beschränken“, sagte Ge­sundheitsministerin Heike Werner (Linke).

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Auch im Falle von Sonneberg bemängelte das Ministerium, dass anders als dringend nahe­gelegt der Kreis bislang keine Regel dazu aufgestellt habe, dass Gaststätten nur im Außenbereich öffnen dürfen. Deshalb sei der Kreis verbindlich dazu aufgefordert worden. Sonneberg änderte noch gestern Abend seine Verordnung entsprechend und ergänzte, dass Gaststätten im Innenbereich auch weiterhin bis einschließlich 28. Mai 2020 ge­schlossen bleiben müssen.

„Wi­r werden nun genau beobachten, wie sich das Infektionsgeschehen in den beiden Landkreisen weiterentwickelt und Anfang kommender Woche die Lage neu bewerten“, sagte Werner.

In beiden Landkreisen lag die Infektionsrate zuletzt über der Marke von 50 Neuinfektio­nen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Damit galten sie in Thüringen, aber auch bundesweit als Brennpunkte beim Infektionsgeschehen. Die Zahl 50 haben Bund und Länder als Obergrenze festgelegt – wird sie überschritten, müssen Beschrän­kungskonzepte erlassen werden.

Zu den Maßnahmen, die Sonneberg bekannt gab, zählt etwa ein Besuchsverbot für Kran­kenhäuser und Pflegeeinrichtungen, wie das Landratsamt gestern mitteilte. Auch für Greiz gelten laut Verfügung solche Verbote. Mit der jüngsten Coronaverordnung des Landes waren die Besuchsverbote in diesen Bereichen gelockert worden.

Zudem sehen die neuen Kreismaßnahmen in Sonneberg vor, dass in der Regel in öffent­lich zugänglichen Bereichen mit Publikumsverkehr, in Gebäuden und geschlossenen Räumen eine Maske zu tragen ist, die Mund und Nase bedeckt.

„Angesichts unserer angespannten Coronalage ist es unsere Aufgabe, mit Augenmaß ziel­gerichtet Stellschrauben zum Schutz unserer Bevölkerung anzuziehen“, sagte Landrat Hans-Peter Schmitz (parteilos). Gleichzeitige wolle man Lockerungen der jüngsten Lan­des­verordnung weitestgehend im Kreis ermöglichen. © dpa/aerzteblatt.de

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