NewsMedizinWie effektiv sind Antiepileptika nach Schädel-OP – und wie sicher?
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Wie effektiv sind Antiepileptika nach Schädel-OP – und wie sicher?

Dienstag, 9. Juni 2020

/peterschreiber.media, stock.adobe.com

Liverpool – Nach einer Hirnoperation zum Beispiel bei einem Tumorleiden wird den betreffenden Patienten mitunter ein Antiepileptikum verordnet, obwohl diese vorher nicht an einer Epilepsie gelitten haben. Die Medikamentengabe soll verhindern, dass sie nach der Operation Anfälle erleiden. Ein neuer Cochrane-Review untersucht jetzt die Evidenz für die Wirksamkeit und Sicherheit von Antiepileptika (AEDs) für ein solches Vorgehen.

„Die Beweislage ist bis September 2019 aktuell. 10 Studien erfüllten unsere Einschlusskriterien und schlossen 1.815 Personen ein“, berichten die Autoren der Cochrane Epilepsy Group.

3 Studien verglichen Phenytoin mit einem Placebo oder keiner Behandlung. Eine Studie verglich die Antiepileptika Phenytoin oder Carbamazepin mit keiner Behandlung. Eine Studie verglich Phenytoin oder Phenobarbital mit keiner Behandlung. 5 weitere Studien verglichen ein Medikament direkt mit einem anderen, zum Beispiel Phenytoin versus Valproat.

„Wir fanden keine konsistenten Belege dafür, dass präventive Antiepileptika-Behandlungen die Zahl der nach der Operation auftretenden Anfälle, Todesfälle oder unerwünschten Wirkungen wirksam reduzieren“, fassen die Autoren das Ergebnis ihrer Recherche zusammen. Allerdings sei die Beweislage dünn: Die Unterschiede in den Studiendesigns in Bezug auf die untersuchten Behandlungen und die berichteten Ergebnisse machten es schwierig, die Ergebnisse verschiedener Studien zu vergleichen“, berichten sie.

„Um die klinische Wirksamkeit einer prophylaktischen Antiepileptika-Behandlung im Vergleich zu Placebo oder keiner Behandlung oder anderen Antiepileptika bei der Prävention von postkraniotomischen Anfällen bei dieser ausgewählten Patientengruppe zu beurteilen, sind weitere Erkenntnisse aus qualitativ hochwertigen, aktuellen Studien erforderlich“, lautet ihre Forderung. © hil/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER