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Übernahme: Rhön wehrt sich gegen Störfeuer

Montag, 18. Mai 2020

/dpa

Bad Neustadt/Saale – Der Streit zwischen den Großaktionären um die Übernahme des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum geht weiter. Zudem wackelt wegen der Corona­kri­se die Dividende, die ein wichtiger Punkt im Konflikt zwischen dem an der Übernahme in­teressierten Rhön-Konkurrenten Asklepios und dem Großaktionär B. Braun ist, der die Transaktion verhindern will.

Zwar seien die Auswirkungen der Krise nach wie vor nicht mit hinreichender Sicherheit zu beziffern, teilte Rhön-Klinikum vorgestern in Bad Neustadt an der Saa­le mit. In naher Zukunft dürften die Effekte auf die Geschäftstätigkeit jedoch beurteilt wer­den können.

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„Hierbei wird auch zwangsläufig geprüft werden, ob der bisherige Gewinnverwendungs­vor­schlag aufrechterhalten werden kann“, hieß es weiter. Rhön-Klinikum hatte für 2019 eine Dividende von 25 Cent je Aktie vorgeschlagen, 4 Cent weniger als vergangenes Jahr. B. Braun hatte zuletzt sogar eine hohe Sonderdividende verlangt und war damit auf hefti­gen Widerstand bei Asklepios gestoßen.

Rhön-Klinikum wies zudem ein sogenanntes Ergänzungsverlangen von B. Braun mit Blick auf die am 3. Juni geplante außerordentliche Haupt­ver­samm­lung ab. Der Medizintechnik- und Pharmakonzern B. Braun Melsungen wehrt sich gegen das Übernahmeangebot von Asklepios, das auf dem außerordentlichen Aktionärstreffen alleiniges Thema sein soll.

B. Braun hatte unter anderem eine gerichtliche Bestellung des Versammlungsleiters be­an­tragt. Die Melsunger wollen den Verkauf mit einer neuen Satzung verhindern, den Auf­sichtsrat neu sortieren und zudem über eine Sonderdividende viel Geld aus dem Unter­nehmen ziehen.

Der Klinikkonzern Asklepios hat 18 Euro je Aktie für die Übernahme von Rhön-Klinikum auf den Tisch gelegt, derzeit steht der Kurs bei 18,10 Euro. Asklepios kommt zusammen mit Unternehmensgründer Eugen Münch und dessen Frau inzwischen auf mehr als 50 Prozent der Stimmrechte. B. Braun Melsungen hält gut 25 Prozent.

Mit der von B. Braun geforderten Satzungsänderung, die eine Mehrheit von 75 Prozent für Beschlüsse der Haupt­ver­samm­lung vorsieht, könnte B. Braun Entscheidungen blockieren. © dpa/aerzteblatt.de

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