NewsVermischtesÜbernahme: Rhön wehrt sich gegen Störfeuer
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Übernahme: Rhön wehrt sich gegen Störfeuer

Montag, 18. Mai 2020

/dpa

Bad Neustadt/Saale – Der Streit zwischen den Großaktionären um die Übernahme des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum geht weiter. Zudem wackelt wegen der Corona­kri­se die Dividende, die ein wichtiger Punkt im Konflikt zwischen dem an der Übernahme in­teressierten Rhön-Konkurrenten Asklepios und dem Großaktionär B. Braun ist, der die Transaktion verhindern will.

Zwar seien die Auswirkungen der Krise nach wie vor nicht mit hinreichender Sicherheit zu beziffern, teilte Rhön-Klinikum vorgestern in Bad Neustadt an der Saa­le mit. In naher Zukunft dürften die Effekte auf die Geschäftstätigkeit jedoch beurteilt wer­den können.

Anzeige

„Hierbei wird auch zwangsläufig geprüft werden, ob der bisherige Gewinnverwendungs­vor­schlag aufrechterhalten werden kann“, hieß es weiter. Rhön-Klinikum hatte für 2019 eine Dividende von 25 Cent je Aktie vorgeschlagen, 4 Cent weniger als vergangenes Jahr. B. Braun hatte zuletzt sogar eine hohe Sonderdividende verlangt und war damit auf hefti­gen Widerstand bei Asklepios gestoßen.

Rhön-Klinikum wies zudem ein sogenanntes Ergänzungsverlangen von B. Braun mit Blick auf die am 3. Juni geplante außerordentliche Haupt­ver­samm­lung ab. Der Medizintechnik- und Pharmakonzern B. Braun Melsungen wehrt sich gegen das Übernahmeangebot von Asklepios, das auf dem außerordentlichen Aktionärstreffen alleiniges Thema sein soll.

B. Braun hatte unter anderem eine gerichtliche Bestellung des Versammlungsleiters be­an­tragt. Die Melsunger wollen den Verkauf mit einer neuen Satzung verhindern, den Auf­sichtsrat neu sortieren und zudem über eine Sonderdividende viel Geld aus dem Unter­nehmen ziehen.

Der Klinikkonzern Asklepios hat 18 Euro je Aktie für die Übernahme von Rhön-Klinikum auf den Tisch gelegt, derzeit steht der Kurs bei 18,10 Euro. Asklepios kommt zusammen mit Unternehmensgründer Eugen Münch und dessen Frau inzwischen auf mehr als 50 Prozent der Stimmrechte. B. Braun Melsungen hält gut 25 Prozent.

Mit der von B. Braun geforderten Satzungsänderung, die eine Mehrheit von 75 Prozent für Beschlüsse der Haupt­ver­samm­lung vorsieht, könnte B. Braun Entscheidungen blockieren. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

29. Mai 2020
Berlin – Nach der Vorlage der Rechtsvorordnung zur Erstattung von weiteren Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2, haben erste Verbände ihre Stellungnahmen abgegeben. So erklärte die Kassenärztliche
Coronakrise: Weiter Kritik an Kostenübernahme für zusätzliche Tests
29. Mai 2020
Berlin – Die gesetzlich vorgesehenen Ausgleichszahlungen für die Krankenhäuser reichen nicht aus, um die Erlösausfälle und Zusatzkosten durch die COVID-19-Pandemie zu kompensieren. Dadurch hat sich
Pandemie bringt viele Krankenhäuser in wirtschaftliche Schieflage
28. Mai 2020
Hamburg – Für den Klinikkonzern Asklepios bedeutet die Coronapandemie weniger Behandlungen im stationären und ambulanten Bereich und rückläufige Gewinne. In den ersten drei Monaten sank die Zahl der
Weniger Gewinn für Asklepios in Coronakrise
26. Mai 2020
Bonn − Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen die Übernahme des Krankenhausbetreibers Rhön Klinikum durch die Hamburger Asklepios-Gruppe. „Bei der überwiegenden Mehrheit der
Asklepios und Rhön: Bundeskartellamt genehmigt Krankenhausübernahme
12. Mai 2020
Berlin – Krankenhäuser sollen für die Testung von Patienten auf SARS-CoV-2 zusätzliche finanzielle Mittel erhalten. Darüber hinaus sollen künftig die bisherige Entschädigung für ausgebliebene
Krankenhäuser sollen zusätzliche Mittel für SARS-CoV-2-Tests erhalten
11. Mai 2020
München − Als Lehre aus der Coronakrise hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erneut für höhere Löhne von Pflegekräften sowie eine bessere Finanzierung von Krankenhäusern
Söder will höhere Pflegelöhne und mehr Geld für Krankenhäuser
7. Mai 2020
Berlin – Die Coronapandemie wird für den Rest des Jahres das beherrschende Thema für den Gesundheitssektor bleiben. Davon hat sich die Rhön-Klinkum AG heute bei Bekanntgabe der Zahlen für das erste
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER