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Ausland

Erwachsene Dänen können sich auf SARS-CoV-2 testen lassen

Montag, 18. Mai 2020

/Maksym Yemelyanov, stock.adobe.com

Kopenhagen – Angesichts der dänischen Strategie, die Zahl der getesteten Menschen deutlich zu erhöhen, können nun alle volljährigen Bürger im Laufe der Woche einen Ter­min für einen Test auf SARS-CoV-2 vereinbaren. Selbst beim kleinsten Verdacht, sich mög­licherweise angesteckt zu haben, solle man dies tun, erklärte Dänemarks Gesund­heitsminister Magnus Heunicke.

Kurz darauf standen bereits Zehntausende Dänen auf der entsprechenden Webseite auf der Warteliste, um eine Testzeit zu buchen. Dort konnten sich zunächst die 18- bis 25-Jährigen anmelden, ehe diese Möglichkeit in den kommenden Tagen auch für ältere Er­wachsene freigeschaltet werden sollte.

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Dänemark verfügt derzeit über die Kapazitäten, rund 50.000 Personen aus der breiteren Bevölkerung wöchentlich darauf zu testen, ob sie mit dem SARS-CoV-2 infiziert sind oder nicht. Eine bestimmte Testmenge soll weiter für Menschen mit Symptomen, Gesundheits- und Pflegepersonal, Bewohner und Pfleger in Altersheimen sowie Patienten in ambulan­ter Behandlung reserviert bleiben.

Durchgeführt werden soll das Ganze in den 16 weißen Zelten, die als COVID-19-Test­zent­ren im ganzen Land errichtet worden sind. Bislang war eine Überweisung vom Arzt oder eine Bitte des Arbeitgebers erforderlich, um sich testen zu lassen.

Rund 400.000 Menschen sind in Dänemark bislang auf COVID-19 getestet worden. Bei knapp 11.000 Personen wurde eine Infektion nachgewiesen, mehr als 9.200 haben sich davon bereits wieder erholt. 547 Menschen mit COVID-19-Erkrankung sind bisher gestorben. © dpa/aerzteblatt.de

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penangexpag
am Mittwoch, 20. Mai 2020, 15:14

Testen der Bevölkerung

Mindestens mittelfristig sollte Deutschland dem Beispiel Dänemarks folgen - jedenfalls dann, wenn Kapazitäten über die vorrangige Bedienung der medizinischen Berufe und Riskogruppen hinaus verfügbar sind. Verbunden sollte die Testung aber werden mit einer korrekten Angabe über die Wahrscheinlichkeit von falschen Ergebnissen, vor allem falsch negativer Ergebnisse. Es wäre ein vernünftiges Mittel gegen unsachliche Krawallveranstaltungen von fehlgeleitetet´n Massen. Die Kosten sind eine vernünftige Investition in die Stabilität der Gesellschaft - und sollten von den Kassen oder aus Steuermitteln getragen werden.
LNS

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