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Neues Graduiertenkolleg zur Erreger-Wirt-Komm­unikation bei Tropenerkrankungen

Mittwoch, 20. Mai 2020

/picture alliance, Bildagentur-online

Hamburg – Die Joachim-Herz-Stiftung fördert ein neues Graduiertenkolleg am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM). Die Wissenschaftler wollen sich dabei auf der Interaktion tropischer Krankheitserreger mit ihren Wirten konzentrieren.

„Ein tieferes Verständnis der Interaktionen zwischen Krankheitserregern und ihren Wirten ist von großer Bedeutung für die Entwicklung neuer Impfstoffe oder Therapien, um tro­pi­sche Infektionen langfristig besser zu kontrollieren“, sagte Iris Bruchhaus, Koordinatorin der Graduiertenschule.

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Bei den geförderten Promotionsvorhaben gehe es zum Beispiel darum, wie die Erreger der Malaria im Menschen überleben und warum der Erreger der Chagas-Krankheit erst nach vielen Jahren ein Herzversagen auslösen kann.

Die neue Joachim-Herz-Graduiertenschule wird mit rund 1,3 Millionen Euro gefördert und ergänzt das bereits bestehende Graduiertenprogramm des BNITM zur Kontrolle von In­fektionskrankheiten. Das BNITM ist Deutschlands größte Einrichtung für Forschung, Ver­sor­gung und Lehre auf dem Gebiet tropentypischer und neu auftretender Infektionskrank­heiten.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte bilden Malaria, hämorrhagische Fieberviren, Immuno­lo­gie, Epidemiologie und Klinik tropischer Infektionen sowie die Mechanismen der Über­tragung von Viren durch Stechmücken.

Für den Umgang mit hochpathogenen Viren und infizierten Insekten verfügt das Institut über Laboratorien der höchsten biologischen Sicherheitsstufe (BSL4) und ein Sicherheits-Insektarium (BSL3).

Gemeinsam mit dem ghanaischen Ge­sund­heits­mi­nis­terium und der Universität von Ku­ma­si betreibt es ein Forschungs-und Ausbildungszentrum im westafrikanischen Regen­wald, das auch externen Arbeitsgruppen zur Verfügung steht. Die Stiftung wurde 2008 errichtet. Seit 2017 unterstützt die Stiftung auch Forschungsprojekte in der Medizin. © hil/aerzteblatt.de

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