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Ärzteschaft

KV Berlin zieht positives Resümee der COVID-19-Versorgung

Mittwoch, 20. Mai 2020

/dpa

Berlin – Ein positives Resümee der ambulanten Versorgung von COVID-19-Patienten zieht die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin. Die vergangenen drei Monate hätten gezeigt, dass die ambulante Versorgung auch in Krisenzeiten sichergestellt sei, hieß es heute aus der KV.

Mittlerweile geht die Zahl der Infizierten und Erkrankten auch in Berlin zurück. Die KV passt daher ihre Strukturen an: So werden die Öffnungszeiten der drei Abklä­rungs­stellen mit KV-Beteiligung ab dem 25. Mai reduziert. Der gemeinsame Fahrdienst mit der Berli­ner Feuerwehr wurde bereits zum 19. Mai auf zwei Fahrzeuge verringert und soll zum 2. Juni eingestellt werden.

„Wir werden unsere Angebote der Entwicklung anpassen. Sollte sich die Lage verändern, können wir die Versorgungsangebote zeitnah wieder hochfahren“, erklärte der Vorstand der KV Berlin.

Die 25 COVID-19-Praxen in Berlin werden zunächst jedoch weiterbetrieben. Sie betreuen Patienten mit Verdacht auf eine Coronainfektion, wenn diese keinen eigenen Hausarzt haben. Ebenfalls weitergeführt wird das COVID-Care-Projekt, das seit Mitte April in Reini­ckendorf getestet wird.

Der Ansatz dieses Versorgungsangebotes besteht darin, dass Patienten mit einer COVID-19-Infektion, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, engmaschig medizinisch be­treut werden, um bei einer möglichen Verschlech­terung des Gesundheitszustandes ge­gen­steuern zu können.

„Die gute Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und dem Gesundheitsamt Reinickendorf hat gezeigt, dass dieses Angebot sinnvoll ist. Deshalb überlegen wir, es auf ganz Berlin auszuweiten“, sagte Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV.

Laut der KV bieten die Praxen in Berlin ihren Patienten unter Einhaltung der erforder­li­chen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen ausreichend Kontaktmöglichkeiten – per­sönlich, via Telefon und Videosprechstunde – an, sodass einer umfassenden Patienten­ver­sorgung nichts im Wege stehe. Mittlerweile habe sich auch die Situation bei der Schutzausrüstung entspannt.

Dennoch: „Bei leichten Erkältungssymptomen wie Husten, Halskratzen und erhöhter Tem­peratur gilt weiterhin: Zu Hause zu bleiben, Abstand halten und sich auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Wer schwere Erkältungs­symptome ent­wickelt, ruft die 116117 an“, informiert die KV. © hil/aerzteblatt.de

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