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Boliviens Ge­sund­heits­mi­nis­ter in Affäre um Beatmungsgeräte festgenommen

Freitag, 22. Mai 2020

Marcelo Navajas (links), Ge­sund­heits­mi­nis­ter von Bolivien, wird von einem Polizisten begleitet. /picture alliance, ABI

La Paz – Boliviens Ge­sund­heits­mi­nis­ter Marcelo Navajas ist wegen Korruptionsvorwürfen in der COVID-19-Pandemie entlassen und festgenommen worden. Dies berichtete die staatli­che bolivianische Nachrichtenagentur ABI. Gegen Navajas wird wegen des Skandals um den Kauf von 170 überteuerten und zudem ungeeigneten Beatmungsgeräten ermittelt.

„So soll jegliche Einmischung in die Arbeit der Justiz oder die Behinderung von Ermittlun­gen vermieden werden“, wurde Regierungssprecherin Isabel Fernández zitiert. Auch alle anderen Beamten, gegen die in dem Fall ermittelt wird, sollten entfernt werden, hieß es. Die bisherige Vizegesundheitsministerin, Eidy Roca, rückte an die Stelle von Navas.

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Der Zeitung El Deber zufolge gab Boliviens Regierung mehr als 28.000 US-Dollar (rund 25.600 Euro) pro Beatmungsgerät aus. Nach Angaben des spanischen Unternehmens GP Innova kosten die Geräte aber nur zwischen 6.000 und 7.500 Euro pro Stück.

In dem Andenstaat haben sich nach offiziellen Angaben bisher 4.481 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert, 189 Patienten sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben. © dpa/aerzteblatt.de

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