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Politik

Weniger Coronapatienten auf deutschen Intensivstationen

Dienstag, 2. Juni 2020

/sudok1, stock.adobe.com

Berlin – Die Zahl der COVID-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung ist über die vergangenen Wochen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Laut DIVI-Intensiv­register wurden Stand heute 689 an COVID-19 erkrankte Menschen auf Intensivstationen betreut, etwa die Hälfte von ihnen wurde beatmet.

Mitte April waren es zeitweise noch mehr als 2.900 Patienten gewesen. Zwar müssen die Kliniken die Belegung ihrer Intensivbetten an das Register melden, trotzdem schwankt die tägliche Zahl der meldenden Klinikstandorte.

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Die geschätzte Zahl von registrierten und noch aktiven Fällen von SARS-CoV-2 in Deutschland beträgt derzeit rund 7.100. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor.

Die Zahl der Neuinfektionen verharrt weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI 213 Coronainfek­tionen binnen eines Tages gemeldet. Brandenburg etwa meldete nach dem Pfingst­wochenende keine einzige Neuinfektion, Rheinland-Pfalz eine.

Bis auf vereinzelte Ausnahmen vermeldeten alle Landkreise in Deutschland laut RKI in den vergangenen sieben Tagen weniger als 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das RKI weist aber darauf hin, dass seine Zahlen von den aktuelleren lokalen Angaben abweichen können. In rund 100 von etwa 400 Landkreisen waren innerhalb dieses Zeit­raums demnach gar keine Neuinfizierten bekannt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten RKI-Angaben hingegen weiter über der kritischen Marke von 1,0, nämlich bei 1,20 (Datenstand 1.6., 0 Uhr). Das bedeu­tet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Das RKI hatte bereits am Wochenende erklärt, dass der R-Wert empfindlich auf kurz­fris­tige Änderungen der Fallzahlen reagiere, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchs­gesche­hen verursacht werden können. Inbesondere bei einer insgesamt kleineren Anzahl von Neuerkrankungen könne dies zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 1.6., 0 Uhr) bei 0,95 (Vortag: 0,90). Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen. © dpa/aerzteblatt.de

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