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Ausland

Quarantäneregel für Einreisende in Großbritannien in Kraft

Montag, 8. Juni 2020

/picture alliance, Bildagentur-online, Ohde

London – In Großbritannien ist eine umstrittene Quarantäneregelung für Einreisen ins Land in Kraft getreten. Ab heute müssen sich als Maßnahme gegen die Coronapandemie die meisten Einreisenden für zwei Wochen in Isolation geben. Bei der Grenzkontrolle müssen sie Details zu ihrer Reise angeben sowie den Ort benennen, an dem sie sich in Isolation begeben werden.

Die Regelung betrifft nicht nur Besucher, sondern auch britische Bürger und Menschen mit Aufenthaltsstatus in Großbritannien. Sie gilt nicht nur für Flugreisende, sondern un­abhängig vom benutzten Verkehrsmittel.

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Nur wenige Ausnahmen von der Quarantäne sind zugelassen, etwa für Lkw-Fahrer oder manche Beschäftigte des Gesundheitswesens. Die Behörden haben angekündigt, das Ein­halten der Quarantäne stichprobenweise zu kontrollieren. Bei Verstößen droht eine Strafe von 1.000 Pfund (1.125 Euro).

Kritiker beanstanden, dass das besonders stark von der Pandemie betroffene Großbritan­nien die Einreise von Menschen aus Staaten erschwert, in denen es deutlich weniger In­fektionsfälle gibt. Ge­sund­heits­mi­nis­ter Matt Hancock argumentiert jedoch, dass in dem Maß, in dem die Infektionsraten innerhalb Großbritanniens abnähmen, der Anteil der vom Ausland ins Land gebrachten Infektionen wachse.

Die Fluggesellschaften British Airways, EasyJet und Ryanair haben gemeinsame juristi­sche Schritte gegen die Quarantäne-Regelung eingeleitet. Sie nennen die Maßnahme „unverhältnismäßig und unfair“.

Innerhalb der EU, der Großbritannien seit Ende Januar nicht mehr angehört, werden die coronabedingten Einreiserestriktionen inzwischen sukzessive gelockert.

Großbritannien ist nach den USA und Brasilien das am schlimmsten von der Corona­pan­demie betroffene Land der Welt. Rund 40.500 Menschen starben dort bislang an den Fol­gen der Infektion. In der vergangenen Woche waren innerhalb des Landes die Ausgangs­beschränkungen aber teilweise gelockert worden. © afp/aerzteblatt.de

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