NewsÄrzteschaftÄK Mecklenburg-Vor­pommern streicht Homöopathie aus Weiter­bildungsordnung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

ÄK Mecklenburg-Vor­pommern streicht Homöopathie aus Weiter­bildungsordnung

Montag, 8. Juni 2020

/flashpics, stock.adobe.com

Rostock – Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern hat die Homöopathie aus ihrer Weiter­bildungs­ordnung gestrichen. Sie sei damit keine anerkannte ärztliche Zusatzwei­ter­­bildung mehr, teilte die Kammer vorgestern nach ihrer Versammlung in Rostock mit.

Die Homöopathie sei eine alternative Heilmethode ohne wissenschaftliche Evidenz, hieß es in dem entsprechenden Antrag.

Anzeige

Methodisch hochwertige Studien, die bislang zur Homöo­pathie gemacht wurden, hätten keinen Beleg dafür gefunden, dass sie eine Wirkung hat, die über den Placeboeffekt hi­nausgeht.

Den Angaben zufolge sind in Mecklenburg-Vorpommern 53 Ärzte mit der Zusatzquali­fika­tion Homöopathie tätig. Sie dürften weiterhin homöopathische Anwendungen anbieten.

Den Angaben zufolge haben nunmehr 7 von 17 Lan­des­ärz­te­kam­mern die Homöopathie aus der Weiter­bildungs­ordnung gestrichen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #787913
FredHolgerLudwig
am Montag, 15. Juni 2020, 18:31

Gegen Patientensicherheit und Therapiefreiheit

Die Entscheidung der Ärztekammer in Mecklenburg-Vorkammern, Homöopathie aus der Weiter­bildungs­ordnung für Ärzte zu streichen, ist mehr als bedauerlich. Es ist eine Entscheidung gegen die Therapiefreiheit in der Medizin, eine Entscheidung gegen den Wunsch eines großen Teils der Patienten und letztlich auch eine Entscheidung gegen die Patientensicherheit. Zudem ignoriert sie die wissenschaftliche Faktenlage.

Natürlich werden auch in Zukunft weiterhin Menschen die Homöopathie als Behandlungsoption wählen. Repräsentative Umfragen zeigen regelmäßig, wie beliebt und anerkannt diese Therapiemethode ist. Viele wollen ein Miteinander von komplementären und konventionellen Methoden im Sinne einer Integrativen Medizin. Wenn wir diesen Patienten die Option nehmen, einen homöopathisch qualifizierten Arzt aufzusuchen, riskieren wir mitunter ihre Sicherheit. Denn qualifizierte Ärzte kennen die Chancen, aber auch die Grenzen einer Behandlung mit Homöopathie. Die Ärztevertreter in Mecklenburg-Vorpommern beschneiden sehenden Auges die Therapievielfalt und die Selbstbestimmung der Patienten.
Avatar #787913
FredHolgerLudwig
am Montag, 15. Juni 2020, 18:29

Gegen Patientensicherheit und Therapiefreiheit

Die Entscheidung der Ärztekammer in Mecklenburg-Vorkammern, Homöopathie aus der Weiter­bildungs­ordnung für Ärzte zu streichen, ist mehr als bedauerlich. Es ist eine Entscheidung gegen die Therapiefreiheit in der Medizin, eine Entscheidung gegen den Wunsch eines großen Teils der Patienten und letztlich auch eine Entscheidung gegen die Patientensicherheit. Zudem ignoriert sie die wissenschaftliche Faktenlage.

Natürlich werden auch in Zukunft weiterhin Menschen die Homöopathie als Behandlungsoption wählen. Repräsentative Umfragen zeigen regelmäßig, wie beliebt und anerkannt diese Therapiemethode ist. Viele wollen ein Miteinander von komplementären und konventionellen Methoden im Sinne einer Integrativen Medizin. Wenn wir diesen Patienten die Option nehmen, einen homöopathisch qualifizierten Arzt aufzusuchen, riskieren wir mitunter ihre Sicherheit. Denn qualifizierte Ärzte kennen die Chancen, aber auch die Grenzen einer Behandlung mit Homöopathie. Die Ärztevertreter in Mecklenburg-Vorpommern beschneiden sehenden Auges die Therapievielfalt und die Selbstbestimmung der Patienten.
Avatar #79783
Practicus
am Dienstag, 9. Juni 2020, 15:45

Wo kommen wir denn dahin?

Mit den Kursen, deren Sinnhaftigkeit dem Auswendiglernen von irgendwelchen Telefonbüchern gleicht, verdienen viel zu viele Menschen viel zu viel Geld. Und nur die Forderung nach möglichst komplizierten Pseudodiplomen erlaubt den Kassen, für dieses Marketing zu bezahlen: Nadeln stechen kann und darf nämlich jeder Arzt, und die "Wirkung" ist unabhängig davon, wo gestochen wird. Wenn wir alle Akupunktur abrechnen dürften, wäre der Topf zu schnell leer.
Also wird der Kotau gefordert: Wissenschaft vergessen, Aberglaube pauken und sich darin prüfen lassen - nur dann darfst du mit Geld rechnen. Irgendwie perverse Situation, oder?
Avatar #555822
j.g.
am Montag, 8. Juni 2020, 23:47

Bitte das Akupunkturunwesen gleich mitstreichen!

...
LNS
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER