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Opioidabsatz für Privatversicherte leicht gesunken

Dienstag, 9. Juni 2020

/steheap, stock.adobe.com

Köln – Der Opioidabsatz in der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) ist in den Jahren 2011 bis 2018 geringfügig zurückgegangen. Das zeigt eine Auswertung des Wissen­schaft­lichen Institutes der PKV (WIP). Von einer „Opioidkrise“ wie den USA könne daher keine Rede sein.

„Die staatlichen Regulierungen sowie ärztlichen Behandlungsroutinen scheinen richtig anzusetzen und zu wirken“, schreiben die Autoren einer sogenannten WIP-Kurzanalyse „Entwicklung des Absatzes opioidhaltiger Arzneimittel in der PKV“.

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Laut der Analyse lagen die Gesamtausgaben der PKV für Opioide 2011 bei etwa 65,8 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2018 sanken diese Ausgaben geringfügig auf 64,9 Millionen Euro.

Rückgänge bei den Kosten zeigten auch die Analysen einzelner starker Opioide, nämlich bei Morphin (-21 Prozent), Oxycodon (-16 Prozent), Hydromorphon (-10 Prozent), Bupre­nor­phin (-37 Prozent) sowie Fentanyl (-16 Prozent).

„Um 18 Prozent höher liegenden Ausgaben für Levomethadon im Jahr 2018 gegenüber dem Jahr 2011 spiegeln möglicherweise den seit Jahren andauernden verstärkten Einsatz von Levomethadon als Substitutionsmittel wider“, schreiben die WIP-Autoren.

Aber nicht nur die Kostenanalysen weisen auf einen Rückgang beim Opioidgebrauch hin, auch die Auswertung der Packungszahlen: Während 2011 etwa 1,03 Millionen Packungen opioidhaltiger Arzneimittel verordnet wurden, sank diese Zahl bis 2018 auf etwa 0,96 Millionen Packungen ab.

„Dennoch ist eine kritische Auseinandersetzung und Überwachung des Analgetika­absat­zes zur Prävention einer Opioidepidemie aufgrund der pharmakologischen Wirkmechanis­men und des daraus resultierenden Suchtrisikos zwingend erforderlich, während gleich­zeitig der Zugang für bedürftige Patienten gewährleistet werden muss“, schreiben die Autoren der WIP-Analyse. © hil/aerzteblatt.de

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