NewsVermischtesApp soll Jugendlichen bei Süchten helfen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

App soll Jugendlichen bei Süchten helfen

Dienstag, 9. Juni 2020

/Monet, stock.adobe.com

Berlin – Ob durch Alkohol oder Zigaretten, das Internet oder Videospiele: Jugendliche sind heute verschiedenen Suchtgefahren ausgesetzt. Suchtprävention muss auch digital stattfinden.

Mit einer neuaufgelegten App und einer interaktiven Internetseite sollen Präventions­ange­bote den Jugendlichen nähergebracht werden. Das erklärte der Suchthilfeverband Blaues Kreuz in einer gemeinsamen Mitteilung mit dem Bundesministerium für Gesund­heit (BMG).

Anzeige

Die aktuelle Coronakrise verstärke die Suchtgefahren, so der Verband. „Aber auch jenseits von Corona suchen junge Menschen in der Mediennutzung und Substanzen ein Gegen­mittel für soziale Isolation, Angst, Stress und Langeweile“, sagt Benjamin Becker, Leiter des Präventionsprogramms blu:prevent vom Blauen Kreuz.

Die Digitalisierung biete die Chance, neue Brücken zu Beratungs- und Präventionsange­bo­ten zu bauen. Mit der Smartphone-App blu:app und der interaktiven Webseite blu:pre­vent will der Verband Jugendlichen digitale Werkzeuge und direkte Beratung zugänglich machen.

Die blu:app bietet dafür unter anderem Informationen zu den Themen Leistungsdruck, Prüfungsangst und Mobbing in der Schule sowie zu Smartphone- und Videospielsucht an. Neben einem anonymen Beratungschatbot und einem Konsumrechner gibt es auch eine Suchfunktion für nahegelegene Beratungsstellen und Hilfehotlines.

Die Internetseite blu:prevent bietet darüber hinaus Möglichkeiten für Lehrer und Schüler, sich in einem digitalen Klassenzimmer gemeinsam über das Thema Sucht und Prävention weiterzubilden. Lehrer können individuell einzelne Module nach einem Baukastenprinzip kombinieren, um beispielsweise eine Selbsteinschätzung der Schüler abzufragen oder provokante Thesen zum Thema Sucht zu diskutieren.

„Corona treibt viele in die Isolation, das tut niemandem auf Dauer gut und suchtgefähr­de­ten Personen erst recht nicht“, meint die neue Schirmherrin der App, die Bundes­drogen­beauftragte Daniela Ludwig (CSU). Sie hält es für „elementar wichtig“, digitale Hilfsan­gebote auch in der Suchthilfe auszubauen.

„In Deutschland wachsen über 2,65 Millionen Kinder in suchtbelasteten Familien auf. Mehr als 600.000 junge Menschen gelten als medienabhängig“, erklärt Becker vom Blau­en Kreuz. © jff/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Berlin – In den nächsten Jahren können fast vier Milliarden Euro in die Digitalisierung der Krankenhäuser investiert werden. Darauf wies Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) gestern im Rahmen
Digitalisierung der Krankenhäuser: Finanzielle Mittel nicht per Gießkanne
9. Juli 2020
Berlin – Die Coronapandemie hat dem Bereich Digital Health einen starken Schub verliehen. Insbesondere die Akzeptanz der Patienten für Videosprechstunden stieg laut einer heute vorgelegten Umfrage des
Coronakrise bringt Aufschwung bei Videosprechstunden
7. Juli 2020
Berlin – Im Zusammenhang mit der Störung der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) droht unter Umständen ein langwieriger Rechtsstreit. Die Gematik sieht sich als für den Aufbau der TI verantwortliche
Gematik droht langwieriger Rechtsstreit wegen TI-Störung
6. Juli 2020
Berlin – Die deutsche Corona-Warn-App hat nach knapp drei Wochen die Schwelle von 15 Millionen Downloads erreicht. Das teilte das Robert Koch-Institut auf Twitter mit. Die App soll helfen,
Corona-Warn-App erreicht 15 Millionen Downloads
3. Juli 2020
Berlin – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kommt einen weiteren Schritt voran. Der Bundestag hat heute dem Patientendatenschutzgesetz (PDSG) zugestimmt, mit dem nun verbindliche Regelungen zur
Elektronische Patientenakte nimmt nächste Hürde
3. Juli 2020
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) appelliert eindringlich an alle Ärzte und Psychotherapeuten, sich rechtzeitig um die nötige Technik für die kommenden Anwendungen der
Was Ärzte jetzt für die Tele­ma­tik­infra­struk­tur brauchen
3. Juli 2020
Berlin – Fast drei Viertel der Deutschen befürworten die geplante elektronische Patientenakte (ePA). Laut einer heute in Berlin veröffentlichten Umfrage des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER