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Stickoxidgrenzwert in 25 Städten überschritten

Dienstag, 9. Juni 2020

/Kara, stock.adobe.com

Berlin – Die Belastung der Stadtluft mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid ist im vergangenen Jahr stark gesunken. Wie Umweltbundesamt und Umweltministerium heute mitteilten, wurde der EU-Grenzwert fürs Jahresmittel 2019 noch in 25 Städten über­schritten.

Damit hat die Zahl sich mehr als halbiert, 2018 waren es noch 57 Städte. Der Trend war schon klar, nun liegt die endgültige Auswertung der Daten aus den Ländern vor. Stick­stoff­dioxid (NO2) ist der Grund für Diesel-Fahrverbote in mehreren Städten. Zuerst hatte die Funke Mediengruppe darüber berichtet.

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Im Jahresmittel darf die Belastung mit NO2, das laut Umweltbundesamt in verkehrs­rei­chen Städten hauptsächlich aus Dieselabgasen stammt, den Wert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten. Er gilt schon seit 2010.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) begrüßte die Daten: „Das zeigt: Umwelt­po­litik wirkt“, sagte sie. Dennoch reichten die bisherigen Maßnahmen nicht aus, um den Grenzwert wirklich überall einzuhalten. „Die Lösung liegt in saubereren Fahrzeugen und einer grundlegenden Mobilitätswende.“

Überschritten wurde der Grenzwert demnach nur in Straßen mit viel Verkehr in Ballungs­räumen und Städten. Spitzenreiter waren – Stand Ende Mai – München, Darmstadt, Stutt­gart, Limburg an der Lahn und Frankfurt am Main.

Aber auch dort sanken die Werte. Als Grund für die Verbesserung gibt das Umwelt­bundes­amt Tempolimits, Fahrverbote oder der Einsatz saubererer Busse an, aber auch Software­up­dates für Dieselautos und die Erneuerung der Fahrzeugflotte. Auch das Wetter beein­flusse die Ausbreitung von Luftschadstoffen.

Die Coronakrise wirkt sich dem Umweltbundesamt zufolge bereits jetzt auf die Werte für 2020 aus: An manchen Orten sei die NO2-Belastung um bis zu 40 Prozent weiter zurück­gegangen. © dpa/aerzteblatt.de

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