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Ärzteschaft

TI-Störungen: Hausärzteverband fordert Fehleranalyse

Donnerstag, 11. Juni 2020

/Proxima Studio, stock.adobe.com

Köln – Eine rigorose Fehleranalyse bezüglich der aktuellen Störungen beim Onlineab­gleich der Versichertenstammdaten über die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) fordert Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes (DHÄV).

Vergleichbare Probleme dürften nicht wieder vorkommen, wenn künftig noch mehr Pro­zesse über die Tele­ma­tik­infra­struk­tur laufen würden, so Weigeldt in einem aktuellen Schreiben.

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In diesem Rahmen solle auch eine Bestandsaufnahme erfolgen, welche Dienste wirklich über eine zentrale Infrastruktur betrieben werden müssten, und somit bei technischen Störungen zentral ausfallen, und welche nicht.

Letztlich bleibe es sonst, wie im aktuellen Fall, an den Ärzten hängen, die „Versäumnisse und technologischen Störungen der Gema­tik aufzuräumen“. Zudem müsse eine schnelle und zugleich unkomplizierte Lösung der aktuellen Situation – insbesondere auch der Übernahme entstehender Kosten – gefunden werden.

Generell gelte: Alle finanziellen Aufwendungen, die den Ärzten durch die TI entstehen, müssten ausgeglichen werden. Dies betreffe die Hard- und Software, die Wartung der technischen Struktur, aber beispielsweise auch Schulungen etc.

Weigeldt spricht sich auch nachdrücklich für ein Ende aller im Zusammenhang mit der Tele­ma­tik­infra­struk­tur bestehenden Sanktionsmechanismen aus. Es bringe nichts, die Nutzer zu sanktionieren, wenn die Verantwortlichen nicht liefern könnten – wie im Falle der Lieferbarkeit der Konnektoren – oder die Gematik als Systembetreiber Fehler macht.

Es wäre „Anreiz genug“, wenn durch eine fehlerfreie Technologie die Arbeit in den Praxen vermindert würde. © aha/aerzteblatt.de

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