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Medizinstudium in Jena: Viele Vorlesungen online verfügbar

Mittwoch, 17. Juni 2020

/dpa

Jena – Die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronapandemie stellen die Lehre in den Universitätskliniken vor große Herausforderungen. Auch die Lehrverantwortlichen am Uni­versitätsklinikum Jena standen vor der Aufgabe, ihre Lehre in kürzes­ter Zeit auf digi­tale Angebote umzustellen.

Es sei bei weitem nicht damit getan, die Vorlesungsfolien auf einen Server zu laden, er­läuterte Cord Spreckelsen. Er ist Medizininformatiker mit einem Masterabschluss in Medi­zin­didaktik und leitet die Arbeitsgruppe Digitale Lehre am Universitätsklinikum Jena (UKJ).

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Um den Umzug vom Hörsaal ins Netz zu realisieren, hat das UKJ in Hard- und Software investiert: Weitere konferenzfähige Laptops wurden angeschafft, ein eigener Videokanal eingerichtet, und gemeinsam mit der Universität erwarb das Klinikum für die Lehre eine Zoom-Lizenz. Mehr als 200 Lehrende verfügen darin über einen eigenen Account als Mo­derator, über 300 Vorlesungen sind inzwischen online verfügbar.

In einigen Fächern konnte auch auf schon vorhandene digitale Angebote zurückgegriffen werden. So ersetzt der virtuelle Histokasten in diesem Sommersemester die Kurse der mikroskopischen Anatomie. Die Software wurde als Selbstlerntool für den anatomischen Unterricht entwickelt und enthält die Daten von über 600 mikroskopischen Präparaten und Schnittbildern.

„Diese haben wir um interaktive Lerntexte ergänzt, wir führen die Kurstage des Sommer­semesters als Histokasten-Präsentationen durch und werden auch Probetestate damit ermöglichen“, sagte Andreas Gebert, der Leiter des Histokasten-Teams.

„Auch wenn längst nicht alles klappt – vor zehn Wochen hätte niemand gedacht, dass wir ein solches Semester auf die Beine stellen“, erläutert Orlando Guntinas-Lichius, der Stu­diendekan der Medizinischen Fakultät in Jena. „Ein besonderes Semester – kein verlore­nes“, lautet das Fazit am UKJ. © hil/aerzteblatt.de

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