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Ausland

Gesundheitspersonal demonstriert in Frankreich

Dienstag, 16. Juni 2020

/picture alliance, Francois Mori

Paris – In Frankreich haben Ärzte und Pfleger in mehreren Städten demons­triert. Die Menschen protestierten unter anderem in Montpellier, Metz und Marseille vor Kliniken gegen die angespannte Situation im Gesundheitssystem, berichtete die Nachrichtenplatt­form Franceinfo heute.

Demnach waren landesweit mehr als 220 Versammlungen angekündigt. In der Haupt­stadt Paris sollte ab Mittag ein großer Protest vor dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium stattfin­den. Gewerkschaften und Kollektive hatten zu dem nationalen Aktionstag aufgerufen. Während der Coronapandemie geriet das französische Gesundheitssystem an seine Gren­zen.

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Auch in den elsässischen Städten Straßburg, Colmar und Mülhausen ging das Pflege­personal daher auf die Straßen, wie die Lokalzeitung Dernières Nouvelles d'Alsace berich­tete. Die Region Grand Est war von der Pandemie besonders schwer getroffen worden, das Gesundheitspersonal arbeitete wochenlang am Limit.

Pflegekräfte und Ärzte fordern unter anderem eine bessere Bezahlung und eine weniger gewinnorientierte Ausrichtung der Krankenhäuser. Premier Édouard Philippe hatte dem Krankenhauspersonal bereits spürbare Gehaltserhöhungen versprochen. Die Regierung läutete auch eine Reform des Gesundheitswesens ein.

Die Coronapandemie forderte in Frankreich bisher mehr als 29.000 Tote. Präsident Em­ma­nuel Macron hatte vorgestern weitere Lockerungen der Coronabeschränkungen angekün­digt und damit seinen Landsleuten eine baldige Rückkehr zu quasi normalen Lebensbe­din­gungen in Aussicht gestellt. © dpa/aerzteblatt.de

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