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Tarifkonflikt bei Ameos spitzt sich zu

Dienstag, 16. Juni 2020

/picture alliance, Stefan Sauer

Magdeburg – Nach einer vorübergehenden Atempause im Tarifkonflikt an den Ameos-Krankenhäusern drohen die Gewerkschaft Verdi und der Ärzteverband Marburger Bund erneut mit Streiks. Hintergrund sei eine neue Bedingung der privaten Krankenhausgesell­schaft Ameos, die jetzt ins Spiel gebracht worden sei, teilten die Arbeitnehmervertreter heute mit.

Nach Gewerkschaftsangaben gebe es womöglich noch Ansprüche aus alten Arbeitsverträ­gen, die für einen Teil der Belegschaft zu einem besseren Einkommen führen könnten. Dies werde derzeit in einigen Fällen von Gerichten geprüft, so Verdi.

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Jetzt fordere Ameos, dass diese Arbeitnehmer auf die möglichen Ansprüche verzichteten, damit alle Beschäftigen im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen einen Lohnzuwachs bekommen könnten.

Verdi beklagt nun unter anderem einen Vertrauensverlust: „Weder in den Verhandlungen im März, noch in den folgenden Wochen hat Ameos diese Bedingung aufgerufen.“ Ameos war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Arbeitnehmervertreter fordern seit Monaten einen Tarifvertrag und höhere Löhne für die rund 4.000 Beschäftigten des Gesundheitskonzerns. Das hatte Ameos zunächst kate­gorisch ausgeschlossen. Ende Januar hatten die Gewerkschaften zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Im Februar einigten sich dann beide Seiten auf Tarifverhandlungen, die wegen der Corona-Krise allerdings unterbrochen werden mussten.

„Die Aussetzung der Streiks auf Grund der gut begonnenen Gespräche war auch ein Ver­trauensvorschuss gegenüber dem Arbeitgeber“, betonen die Arbeitgebervertreter. Dieses Vertrauen sei nun beschädigt. Wenn Ameos bei der Position bleibe, hätten beide Tarif­kom­missionen der Arbeitnehmer vorsorglich beschlossen, die Aussetzung der Streiks aufzuheben. © dpa/aerzteblatt.de

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