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Politik

Krankenhäuser: „Nicht zur Normalität vor der Pandemie zurückkehren“

Mittwoch, 17. Juni 2020

/upixa, stock.adobe.com

Berlin – Der Gesundheitsunternehmer Heinz Lohmann hat betont, dass man nach der Co­ronapandemie analysieren müsse, welche Kran­ken­haus­struk­tu­ren in Deutschland noch benötigt würden und welche nicht.

„Wir sollten auf jeden Fall vermeiden, zur Normalität vor der Pandemie zurückzukehren“, meinte er heute auf dem Virtuellen Hauptstadtkongress. „Zudem müssen wir das Finan­zie­rungssystem so ausstatten, dass die Dinge gefördert werden, die wir haben wollen.“

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Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, erklärte dazu: „Natür­lich stehen wir weiterhin zu dem, was wir vorher der Pandemie gesagt haben: dass wir eine Strukturreform im Krankenhausbereich brauchen, in der die Frage gestellt wird, wel­che Strukturen wir innerhalb einer Region in welchem Umfang brauchen.“ Denn Doppel­strukturen müssten abgebaut werden.

„Trotzdem zeigt uns die Krise, dass wir die verschiedenen Kriterien ausbalancieren müss­en“, sagte Gaß. „In der Vergangenheit wurde das Thema Versorgungssicherheit nicht so hoch bewertet, weil es eine so große Krise wie die Coronapandemie in den vergangenen Jahrzehnten nicht gab. Diesen Aspekt müssen wir nun anders bewerten.“

Eine Lehre aus der Pandemie sei in jedem Fall, dass sich die föderalen Strukturen be­währt hätten. „Wir waren in der Lage, in den verschiedenen, unterschiedlich betrof­fenen Regionen auch unterschiedlich zu reagieren. Dabei war die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst vorbildlich.“ © fos/aerzteblatt.de

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