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Politik

Kooperation zwischen Regierung und Pharmaindustrie stärken

Mittwoch, 17. Juni 2020

/Eisenhans, stock.adobe.com

Berlin – Der Ärztliche Direktor und Geschäftsführer des Unfallkrankenhauses Berlin, Axel Ekkernkamp, hat gefordert, dass die Politik bei der Erforschung neuer Arzneimittel stärker mit pharmazeutischen Unternehmen zusammenarbeitet.

„Die Bundesregierung könnte dabei Anteile an deutschen Unternehmen erwerben“, mein­te Ekkernkamp heute auf dem Virtuellen Hauptstadtkongress. Als Beispiel nannte er die vorgestern verkündete Zusammenarbeit zwischen der Regierung und dem biopharma­zeu­tischen Unternehem CureVac AG, an dem sich die Bundesrepublik mit 300 Millionen Euro beteiligen will.

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Eine solche Zusammenarbeit werde kritisch beleuchtet, weil sie neu sei, meinte Ekkern­kamp. Doch wenn deutsche Bürger schnell Impfstoffe für das SARS-CoV-2-Virus erhalten sollen, die in Deutschland produziert werden, müsse die Regierung Geld dafür in die Hand nehmen.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte, dass sich die Bundesregie­rung bei der Suche nach einem Impfstoff nicht nur international engagieren dürfe, son­dern auch im eigenen Land. „Wir engagieren uns international, zum Beispiel in der Impf­allianz Gavi“, sagte Spahn. „Im selben Moment finde ich es aber auch wichtig, dass wir Impfstoffe für uns in Europa haben.“

Deshalb hätten Italien, die Niederlande, Frankreich und Deutschland eine Impfallianz ge­gründet und mit dem Pharmaunternehmen Astra Zeneca einen Vertrag über 300 Millio­nen Impfdosen geschlossen, die unter allen 27 EU-Mitgliedstaaten aufgeteilt werden können.

Spahn betonte, dass sowohl die Förderung der Forschung als auch die Förderung der Ver­fügbarkeit von Bedeutung seien. Dafür wolle er mit deutschen Unternehmen zusammen­ar­bei­ten, die Impfdosen im Auftrag der entwickelnden Unternehmen produzieren – und auf diese Weise auch den Standort Deutschland stärken. Im Ergebnis „will ich am Tag der Zulassung auch Impfdosen für deutsche Bürger haben“. © fos/aerzteblatt.de

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