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CureVac-Impfstoff­kandidat wird an Uniklinik Tübingen getestet

Donnerstag, 18. Juni 2020

/picture alliance, Robert Schmiegelt

Tübingen – Die erste klinische Studie mit dem Coronaimpfstoffkandidaten von CureVac hat heute an der Uniklinik Tübingen begonnen. Die Studie an mehr als 100 Menschen im Alter von 18 bis 60 Jahren wird am Institut für Tropenmedizin, Reise­medizin und Human­parasitologie durchgeführt, wie die Uniklinik mitteilte.

Damit wird der Impfstoff im Rahmen einer klinischen Studie zum ersten Mal am Men­schen erprobt. Ziel sei es, die Verträglichkeit sowie eine spezifische Immunantwort gegen das Virus zu ermitteln, erklärte der Institutsdirektor und Studienleiter, Professor Peter Kremsner.

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CureVac arbeitet an mRNA-Impfstoffen. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bau­anleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Für ihren Impfstoff haben die CureVac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus SARS-CoV-2 verse­hen.

Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen.

Die Studie wird laut Uniklinik in mehreren Phasen ablaufen. Erst soll der Impfstoff den Probanden in der niedrigsten Dosierung von zwei Mikrogramm verabreicht werden.

Die Zahl der Teilnehmer sowie die Dosis des Wirkstoffs sollen abhängig von der Verträg­lichkeit erhöht werden. Im nächsten Schritt – voraussichtlich im Spätsommer – sollen die Altersgrenzen erweitert werden, ebenso soll dann international getestet werden.

Die Genehmigung für die Studie hatte das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erteilt. Das Wirtschaftsministerium hatte Anfang der Woche bekanntgegeben, sich mit 300 Millionen Euro an CureVac zu beteiligen und rund 23 Prozent der Anteile zu übernehmen, um sich gegen eine mögliche Übernahme aus dem Ausland abzusichern. © dpa/aerzteblatt.de

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Cryonix
am Freitag, 19. Juni 2020, 06:58

Mit „Geld zurück Garantie“?

Wenn sich der Erfolg einer Immunisierung dann doch nicht einstellen will?

Gestern berichtete die South-China-Morning-Post (1) über eine preprint Veröffentlichung (2) chinesischer und amerikanischer Autoren, der zufolge nach eine erworbene Immunität bei überstandener SCoV2 Infektion in Frage gestellt wird. Die Ergebnisse erhoben sie über die Auswertung von Immunparametern an Mitarbeitern des Gesundheitswesens.

(1) https://www.scmp.com/news/china/science/article/3089476/there-may-be-no-immunity-against-covid-19-new-wuhan-study

(2) https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.06.13.20130252v1

( deutsche Zusammenfassung bei Heise – Telepolis:
https://www.heise.de/tp/features/Studie-belegt-Zweifel-ob-sich-eine-laenger-anhaltende-Immunitaet-nach-einer-Covid-19-Infektion-4789059.html )
LNS

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