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Behandlungsregister unterstützt Pandemieforschung

Dienstag, 23. Juni 2020

/Andrey Popov, stock.adobe.com

Magdeburg – Ärzte und Wissenschaftler der Universitätsmedizin der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben zusammen mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen ein neues Behandlungsregister für Patienten aus Notaufnahmen ein­gerichtet.

Im Augenblick werden laut den Forschern täglich Behandlungsdaten von rund 1.000 Pa­tienten in dem „Aktin“ genannten Register anonym erfasst. „Die notwendigen Daten für das Register werden in Notaufnahmen in der Regel ohnehin erhoben und in ein IT-System eingegeben“, erklärte Felix Walcher, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie der Universität Magdeburg.

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Das Register ist mit der Dokumentationssoftware der teilnehmenden Notaufnahmen ver­knüpft. Somit hat das Personal laut den Initiatoren bei der Datenerfassung keinen zusätz­lichen Aufwand. Die Magdeburger Arbeitsgruppe koordiniert die Forschungs­projekte, die Datenauswertung und das einrichtungsübergreifende Qualitäts­management.

Erfasst werden die Prozesse, wenn ein Patient in die Notaufnahme kommt – von der Uhr­zeit und Art des Eintreffens, über aufgeführte Beschwerden bis hin zu Details der Entlass­ung aus der Notaufnahme.

„Das Notaufnahmeregister liefert damit Forschungsdaten für die Notfallmedizin, die Ge­sundheitsüberwachung und das Qualitätsmanagement in den Notaufnahmen“, hieß es aus Magdeburg.

Das Register arbeitet eng mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) zusammen. Über das Aktin-Notaufnahmeregister stehen dem RKI im Rahmen der COVID-19-Pandemie tagesaktuelle Daten zum Monitoring des Patientenaufkommens in Notaufnahmen zur Verfügung.

„Damit stehen dem öffentlichen Gesundheitsdienst und der Fachöffentlichkeit wertvolle aktuelle Daten zur Beurteilung der gesundheitlichen Lage der Bevölkerung zur Verfü­gung“, erläutert Linus Grabenhenrich, Leiter des Fachgebietes Forschungsdatenmanage­ment am RKI. © hil/aerzteblatt.de

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