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Ärzteschaft

Weiterbildungs­ordnung in Brandenburg beschlossen

Montag, 22. Juni 2020

/Africa Studio, stock.adobe.com

Potsdam – Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Brandenburg hat eine neue Weiter­bildungs­ordnung (WBO) verabschiedet. Die Kammerdelegierten orientierten sich bei ihrer Entscheidung im Wesentlichen an der 2018 von der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) verabschiedeten neuen (Muster-)WBO.

„Ich freue mich, dass es uns trotz der Coronabeschränkungen gelungen ist, unseren be­reits vor der Pandemie aufgestellten Zeitplan einzuhalten“, erklärte Kammerpräsident Frank-Ullrich Schulz nach der Kammerversammlung am 20. Juni.

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Die neue WBO orientiert sich primär an der Vermittlung und dem Nachweis von Kompe­tenzen. Mit ihr wird gleichzeitig auch das elektronische Logbuch verpflichtend einge­führt. Zudem stehen künftig mehr Weiterbildungsmöglichkeiten im ambulanten Bereich zur Verfügung.

Laut der Kammer wurde die WBO vor der Entscheidung am vergangenen Wochenende in ihren Gremien ausführlich diskutiert. Auch die Prüfungsausschüsse der Landesärzte­kam­mer hatten Gelegenheit zur umfassenden Stellungnahme.

Die brandenburgischen Delegierten entschieden sich, die Zusatzbezeichnung „Homöopa­thie“ nicht in die neue WBO zu übernehmen. Sie folgten damit den Entscheidungen in den Lan­des­ärz­te­kam­mern Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nie­der­sachsen, Nordrhein, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Kritik an dieser Entscheidung übte der Berlin Brandenburger Verein homöopathischer Ärzte (BVhÄ) und der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH).

„Patienten brauchen für ihre Gesundheit verlässliche Partner im Gesundheitssystem mit einer soliden Ausbildung in der homöopathischen Medizin“, sagte Meinolf Stromberg, Vor­sitzender des BPH. Die Bevölkerung erwarte ein Miteinander von konventioneller Me­dizin und den besonderen Therapierichtungen und die freie Therapiewahl.

Die neue Weiter­bildungs­ordnung tritt nach der Genehmigung durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg in Kraft. „Ärzte, die sich bereits in Weiterbildung befinden, können in einer Übergangszeit wählen, ob sie diese nach der alten oder der neuen WBO abschließen möchten“, hieß es aus der Kammer. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Montag, 22. Juni 2020, 23:29

Es geht auch ohne

Homöopathie, wie die nächste Landesärztekammer zeigt. Dabei wäre durchaus Interesse an der Kombination Zuwendung und Ritualtherapie vorhanden. Nicht in jedem Fall ist die chemische Keule das optimale Mittel. Dazu wäre es allerdings notwendig die vorhandenen Rituale von dem ganzen esoterischen Hokuspokus zu trennen. Solange aber die Verfechter dieser Rituale sich gegen diese Trennung wehren, verbleiben diese Rituale in der pseudowissenschaftlichen Schmuddelecke.

Eine Chance zu beweisen, dass Homöopathie mehr ist als potenzierte heiße Luft, haben die Anhänger der Homöopathie ungenutzt verstreichen lassen, nach zwei Jahren ist die Frist der Auslobung der GWUP zum Nachweis der Unterscheidbarkeit von homöopathischen Präparaten (oberhalb von D24) abgelaufen:
https://www.gwup.org/ausschreibungsunterlagen
LNS

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