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AOK bietet Onlinehilfe für pflegende Angehörige

Dienstag, 23. Juni 2020

/picture alliance, Jens Kalaene

Berlin – Die AOK bietet ein neues Onlineprogramm zur Selbsthilfe für psychisch belas­te­te pflegende Angehörige. Der „Familiencoach Pflege“ sei ein kostenloses und für alle In­teressierten anonym nutzbares Angebot, das die Psyche von pflegenden Ange­hörigen stärken und sie vor Überlastung schützen soll, teilte die Krankenkasse heute in Berlin mit.

Mit Informationen, interaktiven Übungen, mehr als 40 Videos und 14 Audiodateien könn­ten die Nutzer lernen, wie sie besser mit den seelischen Herausforderungen umgehen, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch.

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Ein Schwerpunkt liege dabei auf besonders schwierigen Pflegesituationen bei Menschen mit Demenz oder in der Begleitung von Sterbenden. Das Angebot wurde von einem Ex­pertenteam unter Beteiligung von pflegenden Angehörigen entwickelt.

Der „Familiencoach Pflege“ vermittelt unter anderem, wie wichtig es für pflegende Ange­hörige ist, sich nicht zu isolieren. „Auch in schwierigen Zeiten sollten sie persön­liche Kon­takte zu Freunden, Bekannten und Nachbarn aufrechterhalten“, sagt die Leiterin der Ab­teilung für klinisch-psychologische Intervention an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Gabriele Wilz.

„Das Programm zeigt den Nutzern Methoden und Wege auf, gut für sich zu sorgen und vor allem Zeit für sich zu finden.“ Auch der Umgang mit Trauer, Wut, Ekel oder Angst ist ein Thema.

Die AOK verwies auf eine repräsentative OnlinebBefragung, nach der knapp 26 Prozent der befragten Pflegepersonen hoch belastet sind. Für 43 Prozent wird eine mittlere Be­lastung festgestellt, nur bei knapp 31 Prozent der Pflegenden ist sie niedrig.

Bei Angehörigen, die Menschen mit Demenz versorgen, zeige sich eine hohe Belastung sogar bei knapp 37 Prozent der Befragten. Besonders belastet sind laut der Befragung Pflegende, die Menschen mit „herausforderndem Verhalten“ betreuen: Bei ihnen steigt der Anteil der Pflegenden mit hoher Belastung auf fast 41 Prozent. © kna/aerzteblatt.de

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