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Massentests in Schlachthof in Niedersachsen

Mittwoch, 24. Juni 2020

/picture alliance, AP, Francisco Seco

Oldenburg/Wildeshausen – Alle Mitarbeiter eines zur Wiesenhof-Gruppe gehörenden Pu­tenschlachthofs im niedersächsischen Wildeshausen werden seit heute auf SARS-Cov-2 getestet. Davon betroffen sind mehr als 1.100 Menschen. Bis heute Nachmittag sind In­fektio­nen bei 35 Mitarbeitern festgestellt worden.

Die Proben würden von einem privaten Labor entnommen, aber „unter enger Aufsicht des Gesundheitsamtes durchgeführt“, sagte ein Sprecher des Landkreises Oldenburg. „Es muss jetzt sehr schnell gehen.“ Im Laufe des Tages erwarte man zudem Ergebnisse von gestri­gen Tests. Dabei gehe es um etwa 150 direkte Kontaktpersonen der zum Wochenbeginn ermittelten infizierten Mitarbeiter.

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Betroffen ist ein mehrheitlich zur PHW-Gruppe (Wiesenhof) gehörender Schlachthof. Das Unternehmen hatte erklärt, in den kommenden Tagen nochmals alle Mitarbeiter testen zu lassen – Anfang Juni hatte es bereits einen ersten Durchlauf gegeben. Der Landkreis stellte die unmittelbaren Kontaktpersonen und Arbeitskollegen unter Quarantäne.

Unterdessen forderte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die sofortige Untersuchung aller Beschäftigten in der niedersächsischen Fleischwirtschaft. In Teilen der Branche würden die Hygieneregeln locker gehandhabt, wodurch Leiharbeiter, Werk­ver­tragsarbeiter und Stammbeschäftigte in ihrer Gesundheit bedroht seien, sagte der für Oldenburg und Ostfriesland zuständige NGG-Chef Matthias Brümmer. Bislang lehnt Nie­dersachsen erneute Reihentests ab.

In den vergangenen Tagen sei es oft zum Austausch von Leiharbeitern und Werkarbeitern gekommen, bei denen niemand die Herkunft erklären könne, erklärte Brümmer. „Da ent­wickelt sich ein gewaltiges Bedrohungspotenzial, das den Fortbestand einer ganzen Bran­che gefährdet und die Gesundheit der Bevölkerung mit bedroht.“

Die Schlachtkonzerne PHW, Tönnies und Westfleisch hatten angekündigt, zum Jahresende in großem Maße auf die umstrittene Werkarbeit verzichten zu wollen. Die beengten Wohn­­­­verhältnisse von Werkarbeitern gelten als Grund dafür, dass sich Krankheitserreger unter Beschäftigten der Branche rasch ausbreiten können. © dpa/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #625606
Woly
am Donnerstag, 25. Juni 2020, 12:10

?

Menschen sind Säugetiere und Allesfesser- muss ja nicht unbedingt Billigfleisch sein und nicht jeden Tag
Avatar #830245
Hortensie
am Mittwoch, 24. Juni 2020, 21:59

Ein Grund mehr kein Fleisch zu essen

Wir hätten etliche der derzeitigen Probleme nicht, wenn die Menschheit sich fleischlos ernähren würde. In der heutigen Zeit muss niemand mehr Fleisch essen, da es genug Alternativen gibt.
In Brasilien würden die Brandrodungen des Regenwaldes nicht mehr nötig sein, die für die Gewinnung von Ackerflächen für den Sojaanbau durchgeführt werden, wenn wir in Europa keine Masttierhaltung mehr hätten, für die Soja benötigt wird.
Das Klima würde davon profitieren.
Durch das Freiwerden von bisher für den Futteranbau genutzten Ackerflächen könnten so viele pflanzliche Nahrungsmittel angebaut werden, dass die gesamte Menschheit satt würde.
Das Wichtigste: Es würde viel weniger Tierleid geben.
Aber die Einsicht dazu fehlt leider den meisten Menschen und so werden wir Pandemie um Pandemie erleben und bekämpfen, weil wir zu egoistisch sind, die tatsächlichen Ursachen zu vermeiden.

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