NewsVermischtesZahl der Schwerbehinderten leicht gestiegen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Zahl der Schwerbehinderten leicht gestiegen

Mittwoch, 24. Juni 2020

Wiesbaden – Die Zahl der Menschen mit einer Schwerbehinderung in Deutschland ist leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lebten Ende vergangenen Jahres rund 7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Das waren rund 1,8 Prozent oder 136.000 mehr als zwei Jahre zuvor. Der Anteil an der gesam­ten Bevölkerung betrug 9,5 Prozent.

Etwas mehr als die Hälfte (50,4 Prozent) waren Männ­er. Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war circa ein Drittel (34 Prozent) der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre und älter. 44 Prozent gehörten der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahren an. Nur 2 Prozent waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Mit nahezu 89 Prozent wurde der großteil Teil der Behinderungen durch eine Krank­heit verursacht, rund drei Prozent der Behinderungen waren angeboren bezie­hungs­weise traten im ersten Lebensjahr auf. Knapp ein Prozent der Behinderungen war auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen.

Anzeige

Körperliche Behinderungen hatten 58 Prozent der schwerbehinderten Menschen: Bei 25 Prozent aller schwerbehinderten Menschen waren die inneren Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen. Bei elf Prozent waren Arme und/oder Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren zehn Prozent Wirbelsäule und Rumpf.

In vier Prozent der Fälle lag Blindheit beziehungsweise eine Sehbehinderung vor. Eben­falls vier Prozent litten unter Schwerhörigkeit, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen. Der Verlust einer oder beider Brüste war bei zwei Prozent Grund für die Schwerbehin­derung.

Geistige oder seelische Behinderungen hatten insgesamt 13 Prozent der schwerbe­hinder­ten Menschen, zerebrale Störungen lagen in 9 Prozent der Fälle vor. Bei den übrigen Personen (19 Prozent) war die Art der schwersten Behinderung nicht ausgewiesen.

Bei knapp einem Viertel der schwerbehinderten Menschen (23 Prozent) wurde vom Ver­sorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt. 33 Prozent wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf. Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Ver­sorgungsämter einen Grad der Behinderung von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Berlin – Mehr als 1.000 Bahnhöfe der Deutschen Bahn sind derzeit nicht barrierefrei. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministerium auf eine Anfrage der FDP hervor, über die das
Mehr als 1.000 Bahnhöfe nicht barrierefrei
6. Juli 2020
München – Die Verdienste von Menschen mit Behinderung, die in Werkstätten arbeiten, sollen besser gesichert werden. Um die finanziellen Folgen der Pandemie gering zu halten, haben Bund und Länder die
Menschen mit Behinderung: Schutz für Werkstattlöhne
2. Juli 2020
Berlin – Die Grünen plädieren in der Coronakrise dafür, dass Menschen mit Behinderung mehr Unterstützung erhalten. Die Pandemie und ihre wirtschaftlichen und sozialen Folgen zeigten deutlich, dass
Grüne rufen nach mehr Hilfe für Menschen mit Behinderung
30. Juni 2020
Berlin – Zwei Tage vor der Abstimmung im Bundestag über das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) hat sich heute erneut Protest von Betroffenen formiert. Sie erhielten
Weiter scharfer Protest gegen das Intensivpflege- und Rehagesetz
22. Juni 2020
Berlin – Mehr Rücksichtnahme auf die Interessen von Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderungen hat insbesondere vor dem Hintergrund der Coronapandemie der Behindertenbeauftragte der
Behindertenbeauftragter fordert bessere Vergütung medizinischer Zentren
18. Juni 2020
Berlin – Das Selbstbestimmungsrecht von Patienten wird mit dem Gesetzentwurf zur Intensivpflege weiterhin verletzt. Dieser Ansicht sind mehrere Interessenverbände, die bei der gestrigen Beratung des
Entwurf zur Intensivpflege entmündigt Patienten weiterhin
18. Juni 2020
Münster – Das Risiko an einer COVID-19-Infektion zu sterben ist nach Ansicht von Experten für Menschen mit geistiger Behinderung nicht viel höher als für die Gesamtbevölkerung. Das geht aus ersten
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER