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Neues Mildred-Scheel-Nachwuchs­zentrum für Onkologie

Donnerstag, 25. Juni 2020

Köln/Bonn – Die Deutsche Krebshilfe fördert ein neues Mildred-Scheel-Nachwuchszent­rum am Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) der Universitätskliniken Köln und Bonn. Beide Standorte arbeiten schon seit mehr als zehn Jahren zusammen und wollen nun ge­meinsam den Nachwuchs in Medizin und Naturwissenschaften im Rahmen der neuen „Mildred Scheel School of Oncology Cologne-Bonn“ (MSSO Cologne-Bonn) unterstützen.

Das MSSO Cologne-Bonn ist eines von deutschlandweit fünf neuer Zentren in Deutsch­land. Die übrigen entstehen in Dresden, Frankfurt, Hamburg und Würzburg. Hintergrund dieser Initiative der Krebshilfe sei ein „eklatanter Mangel“ an Nachwuchsforschern in der Krebsforschung, erklärte die Deutsche Krebshilfe.

Die MSSO Cologne-Bonn soll junge Krebsforscher mit einem dreistufigen Programm hel­fen: Studierenden der Medizin werden mittels Stipendien erste Laborerfahrungen ermög­licht, Mediziner erhalten die Möglichkeit, anspruchsvolle wissenschaftliche Projekte in Laboren über mehrere Jahre zu verfolgen und Absolventen der Naturwissenschaft erhal­ten Zugang zu klinischen Proben und erlernen so, klinische Fragestellungen aufzugreifen und zu beantworten.

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„Durch diese enge Interaktion von Medizin und Wissenschaft gelangen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in beschleunigter Weise in die klinische Krebstherapie“, sagte Roland Ullrich, der die Mildred Scheel School of Oncology Cologne-Bonn leitet. Er führt in der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln den Schwerpunkt Sarkome und ist Leiter der Arbeitsgruppe Krebstherapie und Molekulare Bildgebung.

Inhaltlich soll sich die MSSO Cologne-Bonn auf die Entschlüsselung von genetischen Veränderungen konzentrieren, die zur Tumorentstehung führen. Insgesamt entstehen in Köln und Bonn im Rahmen des Mildred-Scheel-Nachwuchszentrums vier unabhängige Nachwuchsgruppen. „Unsere Besonderheit liegt dabei auf dem inhaltlichen Zusammen­spiel zwischen Tumorgenomik und Tumorimmunologie, welches es so in Deutschland noch nicht gibt“, erläuterte Ullrich. © hil/aerzteblatt.de

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